GRUSEL-GIALLI AUF DVD UND BLU-RAY (TEIL 2): DIE ROTE DAME A.K.A. THE RED QUEEN KILLS SEVEN TIMES [1972]

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GRUSEL-GIALLI

AUF DVD UND BLU-RAY

(TEIL 2)

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DIE ROTE DAME

[LA DAMA ROSSA UCCIDE SETTE VOLTE, 1972]

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HORROR HOUSE

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Im Jahre 1972 drehte Emilio Miraglia neben DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN das Giallo/Horror-Meisterwerk DIE ROTE DAME mit Barbara Bouchet und Ugo Pigliai in den Hauptrollen – doch das Dollste ist, daß der Film in Deutschland spielt! Also wenn das nix ist…
Die deutsche EIKÄTSCHER-DVD-Edition bietet eine recht gute Bildqualität, aber die Synchro schießt den Vogel ab! Teufel nochmal, da haben die Buchautoren so vieles verändert, verdreht und unter den Tisch fallen lassen, daß es eigentlich eine absolute Frechheit ist! Abgesehen davon ist die Akkustik ein horribles Grauen. Dafür ist jedoch der englische und italienische Ton absolut ok. Deutsche Untertitel gibt es dagegen nur in den ehemals geschnittenen Szenen – und da wurde wahrhaftig rumgeschnippelt bis der Notarzt kommt. Allein der komplette Vorspann mit den beiden Schwestern als Kids wurde von den bösen Schnippelmeistern entfernt! Vor ein paar Jahren lief DIE ROTE DAME mal nachmittags eben unter dem Titel DIE ROTE DAME im Fernsehen – und so eine verhunzte Fassung habe ich wirklich noch nie gesehen… EIKÄTSCHER bietet aber den kompletten Soundtrack als Bonus! Ich frage mich, ob sie den bezahlt haben. Das ist vielleicht die beste Mucke, die Bruno Nicolai jemals komponierte. Hier jagt ein unglaublicher Ohrwurm den nächsten. Wenn man die Original-CD vom fabelhaften Label DIGITMOVIES noch finden kann, sollte man schnellstens die Brieftasche zücken…
Kitty Wildenbrück (Barbara Bouchet und ihre Schwester Evelyn hatten einst einen schlimmen Streit, bei dem Evelyn schließlich tot im See landete. So scheints zumindest. Doch bei Emilio Miraglia ist nicht alles so wie es den Anschein hat – das weiß man spätestens seit dem plottwistigen Schluß von DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN…

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Als die beiden noch Kinder waren, erzählte ihnen ihr Papa und Schloßoberhaupt Tobias Wildenbrück (Kultopa Rudolf Schündler), daß es einst zwei Schwestern gab: eine Rote und eine Schwarze. Die böse Schwarze tötete die Rote im Streit, doch diese kehrte aus dem Grabe zurück und ermordete sieben Menschen – am Schluß die verhaßte schwarze Schwester. Diese Legende soll sich jedenfalls alle 100 Jahre wiederholen – und im Jahre 1972 ists dann auch schon wieder soweit…
Die besagte rote Dame schleicht sich dann nachts in Papas Schlafzimmerchen und erschreckt ihn damit zu Tode. Und schon stellen sich zwei Fragen:
1 = Gibt es die Rote Dame wirklich???
2 = Wer bekommt die Moneten des Verstorbenen???
Richtig unheimlich ist es dann schließlich, als Kitty Telefonanrufe bekommt – denn am anderen Ende der Leitung spricht: Evelyn! :shock:

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Das verlesene Testament bringt dann auch Kittys Nichte Franziska (Marina Malfatti, die in Wirkichkeit ein paar Jährchen mehr auf dem hinreißenden Buckel hat als Barbara Bouchet) ins fiese Spiel um die Moneten. Doch vor allem die blutigen Morde einer irren Schlitzerin in Rot lehren Kitty das Fürchten, denn die Getöteten kommen allesamt aus ihrem Bekannten- und Freundeskreis. Und nach sechs Ermordeten klopft die Dame schließlich an Kittys Haustüre…
Wow, DIE ROTE DAME zählt zu den visuell edelsten, beeindruckendsten Gialli und Gruselkrimis, die ich jemals gesehen habe. Das ist natürlich keine PROFONDO-ROSSO- Magie, und die Story ist nicht weiter von Bedeutung, doch die knallbunte Optik, die ästhetisch inszenierten Metzelmorde, das rasant hohe Tempo, die Plot-Twists und die überragende Besetzung machen diesen Streifen wirklich zu einem extrem amüsanten Vergnügen. Die zauberhafte Musik von Maestro Bruno Nicolai nicht zu vergessen. Und daß DIE ROTE DAME ausnahmsweise mal in Deutschland spielt, ist doch mal was anderes – auch wenn Rom natürlich unschlagbar ist…

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Und diese ganzen heißen Schnecken – das ist dann wirklich endgültig die totale Vollbedienung in Sachen Erotik. Barbara Bouchet, Marina Malfatti, Sybil Danning, Pia Giancarlo… Und Leichen gibt es viele – da werden keine halben Sachen gemacht! 
Zu sehen gibt es sonst noch Marino  Mase (ASTARON) als Kommissar und Theaterdarsteller Ugo Pagliai als männlichen Helden mit schräger Frisur. Marino Mase spielte nach dem Niedergang des italienischen Kinos auch schon mal in einem Porno mit – genau wie Tony Kendall. Jedenfalls ist DIE ROTE DAME ein absoluter Klassegiallo, den man unbedingt mal gesehen haben sollte! Ein Muss, könnte man auch abgedroschen sagen…

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FILMQUALITÄT: 9 / 10

BILDQUALITÄT: 7 / 10

TON (DEUTSCH): 2 / 10

TON (ENGLISCH): 7 / 10

BONUSMATERIAL: 10 / 10

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GIALLO-BILDERGALERIE (TEIL 5): MY DEAR KILLER [MIO CARO ASSASSINO, 1971]

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BILDERGALERIE

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MY DEAR KILLER

[MIO CARO ASSASSINO, 1971]

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MY DEAR KILLER wird in den meisten Reviews des WWW zwischen ok bis gut eingeschätzt – ich dagegen halte ihn für einen der besten 5 Gialli, die jemals gedreht wurden – und ja, ich habe schon mehr als 5 gesehen! 🙂 Aber warum ich das finde??? Na, weil in MY DEAR KILLER wirklich Alles von A bis Z stimmt, so einfach ist das!
Das beginnt bei der imposanten Breitwand-Ästhetik (natürlich 2,35:1) und der fabelhaften Farbfotografie des Streifens in Eastmancolor, bis hin zu den tollen Darstellerleistungen (das gilt vor allem für den sympathischen und irre gutaussehenden George Hilton – trotz seines Pornobalkens) und dem ergreifend schönen Score von Ennio Morricone, der einen Italo-Freak wie mich vor Ergriffenheit in die Knie sinken läßt (der scheinbare Kindsgesang im Titelthema stammt jedoch von der erwachsenden Edda Dell’Orso!). Gibt es nebenbei bemerkt als toll aufbereitete CD vom Label DIGITMOVIES.
Zur Story: Naja, die ist komplex (kann man trotzdem am Ende des Films gut nachvollziehen, wenn man die Auflösung erstmal kennt – erstaunlich ist, daß man den Film immer wieder sehen kann, ohne das er groß an Spannung verliert) und ziemlich brisant, geht es doch um die Entführung und Ermordung eines Kindes. Der Fall liegt im Film zwar einige Zeit zurück, aber Alles hat seinen bösen Ursprung immer auch in der Vergangenheit (speziell in Gialli).
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Zu Beginn des Films sehen wir einen fiesen Mord, bei dem einem Mann mit einer riesigen Baggerschaufel (!) die Rübe abmontiert wird. Kurze Zeit danach wird ganz in der Nähe des ersten Mordes eine erhängte Leiche entdeckt, und schon sehen wir George Hilton als Kommissar die Untersuchungen leiten (im Gegensatz zu vielen, vielen anderen Gialli steht der ermittelnde Kommissar im Zentrum des Geschehens – und eben kein Amateur-Schnüffler wie zum Beispiel in Dario Argentos oder Luciano Ercolis Gialli). Deshalb kann man MY DEAR KILLER auch ganz gut mit DER SCHWARZE LEIB DER TARANTEL (ebenfalls ein Spitzengiallo!)  vergleichen, obwohl die Motive der jeweiligen Killer natürlich total unterschiedlich sind.
Jedenfalls geschehen dann weitere visuell beeindruckend gefilmte Morde (unter anderem ein extrem blutiger Mord mit einer elektrischen Säge), während George Hilton als Kommissar langsam verzweifelt – kann er die bösen Taten schlußendlich aufklären???
Ja, in diesem Streifen ist eine Menge Zündstoff – vom Kindsmord bis zum fiesen Pädophilen über blutige Morde und heißen Titten reicht die knallbunte und sehr spannend inszenierte Palette. Das ist mit Sicherheit Tonino Valeriis mit großem Abstand bester Film (ich kenne sonst ausschließlich nur Durchschnittskost von ihm). Warum ein einziges Mal wirklich Alles in einem seiner Filme gestimmt hat, weiß ich natürlich auch nicht, aber in MY DEAR KILLER ist es jedenfalls so!
Der Zuschauer bekommt ausgiebig Gelegenheit zum Miträtseln, und die Auflösung erinnert an die besten Romane von Agatha Christie, weil George Hilton am Schluß alle roten Heringe antanzen läßt um ihnen den Mörder zu präsentieren. 
Ein fantastischer Rätsel-Giallo im allerbesten Sinne! 10 von 10 Punkten (MY DEAR KILLER kann selbst mit Meisterwerken wie DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE von Argento oder Luciano Ercolis drei Spitzengiallos mithalten)…

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PAUL NASCHY: EINE KLEINE BIOGRAFIE ÜBER DEN WILDGEWORDENEN TEDDY- UND NASCHBÄREN AUS POLEN, ÄH, SPANIEN!

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PAUL NASCHY

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EINE KLEINE BIOGRAFIE

ÜBER DEN WILDGEWORDENEN

TEDDY- UND NASCHBÄREN AUS

POLEN, ÄH, SPANIEN!

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Seit den frühen ’80ern gehören viele Filme mit Paul Naschy (= Jacinto Molina) zu meinen liebsten Begleitern – gleich nach dem Giallogenre -, und es gibt nicht viele Ikonen des Horrorfilms, die eine so unglaubliche Anzahl an Kultfilmen im Gepäck haben. Eigentlich fällt mir da nur noch der wunderbare Vincent Price (der Grösste!) ein, den man ebenfalls in erstaunlich vielen Klassikern entdecken kann. Die bekanntesten Auftritte von Paul Naschy sind natürlich seine Rollen als Waldemar Daninsky, dem Werwolf – doch es gibt noch viele, viele andere wundersame Streifen, die in Deutschland nahezu unbekannt sind. Da gibt es jedenfalls noch eine Menge zu entdecken für den echten Naschy-Fan, denn den meisten dürften Trash-Klopper wie LA VENGANZA DE LA MOMIA, THE WEREWOLF AND THE YETI oder auch der miserable JACK EL DESTRIPADOR DE LONDRES nicht allzu viel sagen. Leider sind viele deutsche Bootlegs im Umlauf, die den Fan damit locken wollen, daß es halt deutschen Ton gibt – die Original-DVDs sind oft spanische Scheiben, die keinen englischen Ton und auch keine englischen UT haben. Doch es gibt ja auch viele tolle US-DVDs, die eine große Anzahl an Naschy-Filmen im Angebot haben. Die DEIMOS-DVDs zum Beispiel sind absolute Top-Scheiben! Richtig dreist sind Leute, die Bootlegs damit anpreisen, das ihre Version die einzige Möglichkeit ist, den Film XY zu Gesicht zu bekommen. Da werden abgenudelte VHS-Kassetten auf DVD gebrannt und ganz offiziell zum Kauf angeboten – das ist schon ein Unding! Doch zum Glück gibt es ein fabelhaftes Label wie SUBKULTUR, die gerade dabei sind, einen Naschy-Knaller nach dem nächsten in HD-Qualität zu veröffentlichen. Herzlichen Dank, ich liebe euch!
Ohne Paul Naschy gäbe es den spanischen Horrorfilm der späten ’60er und kompletten ’70er Jahre eigentlich nicht, und auch wenn er besser Gewichte stemmen konnte als schauspielern, spürt man in allen seinen Werken seine große Liebe zum Horrorgenre – vor allem die alten Universalmonster hatten es ihm wohl angetan. Ohne Paule wäre da ziemlich Ebbe – da gibt es zum Beispiel noch die grandiose Serie um die Reitenden Leichen, die ich auch liebe, besonders den tollen ersten Teil DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN. Doch dann kommt schon nicht mehr viel Dolles ohne den Paule, denn ein Fan von Jess Franco bin ich definitiv nicht.
Interessant ist, daß von den meisten seiner Filme zwei verschiedene Versionen gedreht und zurechtgeschnitten wurden, und zwar die sogenannte clothed-Fassung für den spanischen Markt und die unclothed-Fassung für das ausländische Kino. Das lag wohl daran, das Franco in Spanien regierte, und damit waren nackte Titten und Sex ganz einfach verboten (im Kino zumindest). Das kann man zum Beispiel wunderbar nachvollziehen, in dem man sich die Laser-Paradise-DVD von BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL und dann direkt im Anschluß die US-DVD mit dem Titel HORROR RISES FROM THE TOMB anschaut. Haben die Ladies im ersterem Klamotten an, kann man sie in letzterem oft nackt bewundern! Auf der US-DVD des Films gibt es unter anderem ein cooles Extra mit einem Bildvergleich clothed – unclothed. Das ist schon ’ne witzige Sache, das mal so im Zusammenhang zu sehen.

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Paul Naschy wurde vor schlappen 80 Jahren als Jacinto Molina geboren, und sein cooles Pseudonym ist eine Mixtur aus Papst Paul dem VI und Imre Nagy, einem ungarischen Gewichtheber. Nach einigen Winzrollen kam dann 1968 mit DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA (LA MARCA DEL HOMBRE LOBO) der ganz große Durchbruch, und zwar für Paul Naschy und dem spanischen Horrorfilm. Zu bekommen ist die deutsche Videokassette eigentlich ziemlich leicht – mit etwas Glück und genug Kohle kann man den Film sogar noch neu und verschweißt auftreiben! Als nächstes bestellte ich mir die US-Scheibe vom Label SHRIEK SHOW, die man in Sachen Qualität eigentlich in die Tonne treten kann. Dann bestellte ich mir die spanische PAUL NASCHY VOL. 2, die neben drei anderen Naschy-Knallern eben auch DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA enthält. Das Dumme ist dabei nur, daß die DVDs nur spanischen Ton und keine englischen Untertitel enthalten! Aber es gibt ja die Jungs von SUBKULTUR, die diesen wundervollen Film nun auch in ihrer Naschy-Box veröffentlicht haben.

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Die Story erinnert an alte Europa-Hörspielplatten ala DAS DUELL MIT DEM VAMPIR und besonders an DRACULA TRIFFT FRANKENSTEIN, und man merkt durchaus, daß die Macher des Films wohl selbst noch nicht so genau wussten, wohin die Reise denn gehen sollte. Da schielte man halt zu den damals angesagten Horrorschockern aus den HAMMER-Studios. Dazu noch eine kleine Prise der alten Universalmonster und einen gewissen eigenen Touch, der sich in den Folgejahren zu einem typisch spanischen Horrorstil entwickeln sollte.

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Die Geschichte geht ungefähr so: Paule wird von einem wiedererweckten Werwolf verletzt, was ihn beim nächsten Vollmond selbst zu einem „Meister Petz“ mutieren läßt. Dann taucht aus dem Nichts ein Vampirpärchen (mit Julian Ugarte, bekannt aus dem Kultgiallo DIE FARBEN DER NACHT) auf, das Paule abmurksen will, um die alleinige Herrschaft des Bösen an sich zu reißen – und zum Schluß kloppt dann alles aufeinander ein bis der Putz von der Decke rieselt…
 Erstaunlich ist, daß die Szenen mit den Vampiren deutlich mehr Gruselstimmung in die Bude bringen als Paules putzige Auftritte als wildgewordener Teddybär. Nicht nur wegen seiner Statur nennen ihn manche Fans auch Paule Naschbär! Denn ausgerechnet der Kampf zwischen Paule und dem zweiten Werwolf, der ihm die ganze Sache ja erst eingebrockt hat, ist wirklich sagenhaft komisch anzusehen – und eben alles andere als erschreckend. Gerade diese Szenen dürften den Cineasten und Hollywoodshit-Glotzern sämtliche Schuhe ausgezogen haben, und das inklusive Socken. Ich finde den Streifen schwer unterhaltsam, denn man spürt, daß Paule seine Universalmonster wirklich verehrt. Einen Dracula gibt es natürlich nicht, und zwar genauso wie es keine Draculas in Mario Bavas Meisterwerken DIE STUNDE, WENN DRACULA KOMMT und DIE TOTEN AUGEN DES DR. DRACULA gibt. Die deutsche Titelschmiede ist schon ein Phänomen, das wohl für alle Zeiten Rätsel aufgibt. DAS BLUTIGE SCHLOSS DER LEBENDEN LEICHEN, TOTENCHOR DER KNOCHENMÄNNER – die Liste ist nahezu endlos!

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Und wie sieht es nun mit der Bildqualität von DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA aus? Naja, die beiden DVD-Transfer von WALDEMAR MEDIA und SUBKULTUR sind identisch. Die Bildqualität ist natürlich alles andere als perfekt, aber eine immense Steigerung zur alten US-Scheibe vom Label SHRIEK SHOW, die doch ziemlich grauenvoll ausschaut. Litt der Transfer von SHRIEK SHOW noch an einem extrem soften, verwaschenen Bild mit verblichenen Farben, bekommt man nun ein sehr sauberes und scharfes Bild geboten. Das Bild besitzt zwar kein ausgeprägtes Filmkorn, gefällt mir aber deutlich besser als der SUBKULTUR-Transfer von NACHT DER VAMPIRE. Die Blu-Ray von DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA ist dann nochmals eine Steigerung. Das Filmkorn ist sehr fein und die Schärfe nochmals einen Tick höher als auf DVD. Auch die Farben sind lebhaft.

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Die deutsche Audiospur klingt klar und verständlich (besonders im Vergleich mit der alten VHS-Kassette). Sie klingt sogar so erstaunlich gut, daß sie die deutsche Audiospur von NACHT DER VAMPIRE locker übertrifft. Die Synchro von DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA ist zwar teilweise ziemlich daneben, aber die Sprecher selbst sind grandios und dürften jedem Nostalgiker bekannt sein. Die einzige Synchro eines Naschy-Films, die noch überzeugender ist als diese, ist die zu BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL.
Auch in Sachen Booklet konnte man sich steigern, denn David Renske ist ein schwer unterhaltsamer Text gelungen, bei dem er DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA und alle folgenden Filme um den wildgewordenen Teddybären Waldemar Daninsky unter die Lupe nimmt. Sehr sympathisch geschrieben – und das auf satten 32 Seiten. Mehr davon!

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Schon ein Jahr danach kam dann eine total durchgeknallte Koproduktion in die Kinos, die wirklich zu den größten Knallschoten zählt, die jemals gedreht wurden: DRACULA JAGT FRANKENSTEIN (LOS MONSTRUOS DEL TERROR), den man ebenfalls leicht als Videokassette finden kann. Und inzwischen auch als fabelhafte DVD mit toller Bildqualität. Nun ja, und wer hat wohl das irre Drehbuch geschrieben?! Na klar: Paule selbst! Einige Skripte soll er ja in einzelnen Nächten aufs Papier gekritzelt haben, und das sieht man zumindest DRACULA JAGT FRANKENSTEIN auch wirklich an…

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Als Storybeschreibung reicht eigentlich ein Satz: Drei Ausgesandte eines um Lichtjahre entfernten Planeten, wollen die Mumie, Frankensteins Monster, Dracula und Naschy-Paul als Werwolf zum Leben erwecken, um somit die Weltherrschaft an sich zu reißen… Wie das mit dem Weltherrschaftsdingens funktionieren soll, weiß jedoch niemand! Die Handlung erinnert mehr denn je an das hypergeniale DRACULA-TRIFFT-FRANKENSTEIN-Kult-Hörspiel (das ich mir ab und zu immer noch reinziehe – ist  schließlich mit Horst Frank!), doch das einzige wirklich große Manko des Filmes ist, daß man ausgerechnet Paule viel zu selten vor die Linse bekommt – und seine Auftritte als Werwolf sind dann auch noch so zahm, daß man den Streifen mit ruhigem Gewissen ab 12 Jahren freigeben könnte – ohne Jux! Naja, da wäre ja noch das grüne (!) Frankenstein-Monster, das in einem Blindenheim besser aufgehoben wäre, denn es stolpert mit geschloßenen Augen durch die Botanik! Und die Mumie, naja, die könnte nicht mal meine Oma erschrecken, so lahm wie die durch die Gegend schlurft. Und Dracula kann man dann endgültig vergessen. Und weil zum Schluß mal wieder alle wild aufeinander einkloppen, erinnert das Ganze fast schon an Al Adamsons Kultknaller DRACULA VS. FRANKENSTEIN, den ich auch ganz ulkig finde. Dafür gibt es aber einige bekannte Nasen zu sehen: z.B. Karin Dor, die viel hübscher ist als die modrigen Mordgesellen – einfach zum Anbeißen sieht sie aus, wenn ich schon bei Vampiren bin. Dann wäre da als Boß der Außer-irdischen Michael Rennie, den Giallo-Freaks bestimmt aus SIEBEN JUNGFRAUEN FÜR DEN TEUFEL kennen dürften, wo er den ermittelnden Kommissar spielt. Ein fantastischer Giallo, den Antonio Margheriti da 1967 rausgezaubert hat. Sci-Fi-Fans kennen Michael Rennie vielleicht auch als Klaatu, den Außerirdischen aus dem ebenfalls tollen DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND. Schade, daß das Budget von DRACULA JAGT FRANKENSTEIN nicht für die eingeplanten Raumschiffszenen reichte, denn das wäre bestimmt noch die absolute Krönung dieser irren Kirmesveranstaltung gewesen… Man kann nicht alles haben!

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Doch schon 1970 kam dann einer der schönsten, wundervollsten Werwolf/Vampir-Streifen ins Kino, die ich jemals erblickt habe: DIE NACHT DER VAMPIRE (LA NOCHE DE WALPURGIS), denn in diesem Film stimmte einfach alles, und man bekommt genau das geboten, was man in einem trashig-kultigen Horrorfilm sehen möchte: wunderschöne, sexy Vampirinnen, die in Zeitlupe durch die Gegend hüpfen und Hälse anknabbern (die Zeitlupenszenen sind wirklich wundervoll und mehr als ästhetisch), Paule als „Meister Petz“, eine finstere Waldgegend, ein stimmiges unheimliches Haus, ein Friedhof auf dem Paule die Gräfin Nadasdy zu neuem Leben erweckt, rollende Köpfe, eine knallbunte Farbfotografie, schöne Mucke, irre Klamotten, Titten… Was muß das für eine wirklich geile Zeit gewesen sein! Gib mir ’ne Zeitmaschine und ich düse direkt in ein Kino des Jahres 1970 – Vorstellung: DIE NACHT DER VAMPIRE!
Hier ist mein Vergleich zwischen der brandneuen DVD/BD-Kombo von SUBKULTUR und der alten US-DVD vom Label DEIMOS:

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Daß mein Lieblingsdarsteller Paul Naschy eines Tages in Deutschland in HD erscheint, hätte ich vor ein paar Jahren wirklich nicht für möglich gehalten. Die Scheiben, die ich in den Jahren 2000 bis 2014 sammelte, kamen in den meisten Fällen aus den USA und Spanien. Schade nur, daß die spanischen DVDs meist nur spanischen Ton und keine englischen Untertitel aufweisen konnten. Wem das nicht weiter stört, dem empfehle ich zum Beispiel die beiden Paul-Naschy-Volumes 1 und 2, die dem Naschbär-Freak auch unbekanntere Filme bieten. Ich war jedenfalls ziemlich erstaunt, als ich las, daß das Label SUBKULTUR eine ganze Reihe mit Naschy-Filmen plant. NACHT DER VAMPIRE ist nun nach der Dokumentation THE MAN WHO SAW FRANKENSTEIN CRY und dem fantastischen DER WERWOLF (1981) der dritte Teil. Und NACHT DER VAMPIRE ist mein absoluter Alltimefave mit Paul „Meister Petz“ Naschy als Waldemar Daninsky, dem wildgewordenen Teddybären aus Polen.
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Aber wie ist nun die Bildqualität der DVD von SUBKULTUR im Vergleich zur alten US-Scheibe von DEIMOS??? Auch wenn ich es nicht gerne sage, aber DEIMOS haben definitiv die Nase vorne – selbst wenn man die DVD mit der BD von SUBKULTUR vergleicht. Der Transfer vom Label DEIMOS ist viel sauberer und besitzt deutlich sattere, lebhaftere Farben. DEIMOS bietet unter anderem ein stärker ausgeprägtes Blau. Hier ein paar Beispiele:

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Mir persönlich gefällt die Farbgestaltung von DEIMOS deutlich besser, aber das ist natürlich alles Geschmackssache. Auffällig am Transfer von SUBKULTUR ist, daß man extrem viele Verschmutzungen zu sehen bekommt, die teilweise fast schon ein bißchen stören. Auch künstliches Rauschen ist zu erkennen.
Tontechnisch hat DEIMOS ebenfalls die Nase vorne, denn sowohl die spanische, als auch die englische Audiospur klingen sauber und klar verständlich. SUBKULTUR bieten eine spanische und eine deutsche Tonspur. Die deutsche besitzt auf jeden Fall ihre Schwächen wie Rauschen.
In Sachen Bonusmaterial haben SUBKULTUR aber mehr zu bieten. Interessant ist hier ein Vergleich zwischen den Booklets von Mirek Lipinski (DEIMOS) und Angel Gomez Rivero. Bei Mirek Lipinski spürt man die echte Liebe zu Paul Naschys Filmen in nahezu jeder Zeile, während Angel Gomez Rivero eher neutral klingt.
Beide Label bieten sowohl die Clothed-, als auch die Unclothed-Fassung, was ja immer eine Freude ist.
Ich empfehle allen Naschy-Fanatikern beide Releases, wobei die DVD von DEIMOS schon sehr rar ist. Also beeilt euch!
Und hier noch ’ne Bildergalerie mit der wundervollen Barbara Capell in NACHT DER VAMPIRE:

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Zwei Jahre danach gab es dann einen weiteren Meilenstein in der seligen Trash-Historie des Bizarren und Naiven: DIE NACHT DER BLUTIGEN WÖLFE (DR. JEKYLL Y EL HOMBRE LOBO). Die Story ist wirklich sehr ulkig… Ein Pärchen (Walter und Justine) fährt durch den dunklen Wald, und als sie schließlich aussteigen, treffen sie auf einen Dorfdeppen mit verschobenen Gesichtszügen, der sich jedoch als harmlos herausstellt. Nicht ganz so harmlos sind die bösen Dorfbewohner, die Walter prompt die Preiselbeeren aus der Plauze kloppen. Und dann taucht plötzlich Paule auf, der wenigstens noch Justine heldenhaft vor den Strolchen retten kann. Doch Paule hat ein haariges Problem zu beichten: in Vollmondnächten verwandelt er sich in einen Werwolf! Da ist guter Rat teuer… Justine kennt jedoch rein zufällig einen gewissen Dr. Jekyll (der stets sympathische Jack Taylor, dessen wüste Dauerwelle in ORGIE DES TODES das Beste am ganzen Film war), der mit seinen verrückten Experimenten vielleicht auch Paule helfen könnte. Also machen sich die beiden aus dem Staub in Richtung London… Und in London geht’s dann richtig rund: Paule verwandelt sich nach einem Experiment von Dr. Jekyll (das er auf eine unglaublich putzig-naive Art und Weise wissenschaft-lich erklärt) in den besagten Mr. Hyde und legt richtig los!

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Hui, das macht Spaß! Selbst für seine sonstigen abgedrehten Filmrollen ist DIE NACHT DER BLUTIGEN WÖLFE (wieso eigentlich Wölfe – es gibt ja nur einen) noch eine grandiose Steigerung. Die Naivität der Story hat einen knallbunten Trash-Charme, der Paule-Fans in die Hände klatschen läßt vor Vergnügen. Und doch spürt man wieder auch seine Hingabe und Liebe für diese horriblen Stoffe – ganz egal ob die Vorbilder nun aus Klassikern des Films oder der Literatur kommen mögen. Da wird einfach eine klassische Geschichte erzählt – nur eben im etwas kleineren Paule-Format, sprich: leicht modernisiert (hust) und mit ein paar Titten und Splatterszenen aufgemöbelt. Man nehme einen Werwolf und eine fette Prise Mad-Scientist-Unfug in Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Manier (nur tausendmal naiver) und mixe das Ganze mit ein bisschen Sex, Blut und ein paar Gruselmumpitzeinlagen, und schon hat man einen Film, den Paule-Fans lieben und Leute, die sich sonst nur Hollywoodschund anschauen, in die Irrenanstalt treibt, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen dürfen. Ich finds jedenfalls toll! Empfehlen kann ich die DVD vom Label MOTION PICTURE…

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Kurz danach kam dann schon der sagenumwobene DIE STUNDE DER GRAUSAMEN LEICHEN (EL JOROBADO DE LA MORGUE), den man als toll aufgemachten Anolis-DVD kaufen kann. Das Ding ist wirklich irre und könnte eines Tages ein geschätztes Sammlerstück sein. Auch mein Lieblingsfilmgelehrter Christian Kessler hat einen schön informativen Text ins dicke Booklet geschrieben – amüsant wie immer! Zu meinen Favoriten zählt DIE STUNDE DER GRAUSAMEN LEICHEN jedoch nicht, weil mir die Geschichte und Atmosphäre zu sehr auf Tragödie ala DER GLÖCKNER VON NOTRE-DAME getrimmt ist (Paule spielt einen Buckligen, den alle verspotten) – und weil etliche Ratten bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Nee, das muß nicht sein… Für Fans ist der Film natürlich dennoch Pflicht, denn allein das fiese Monster, das man am Ende des Films bestaunen kann, ist das Eintrittsgeld wert. Auch wenn es mit meinem Lieblingsmonster aus FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK nicht ganz mithalten kann… Dazu kommen dann einige heftige Splatterszenen, die man so noch nicht gewohnt war – zumindest nicht in einem Streifen mit Paul Naschy…

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BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL war die erste Zusammenarbeit von  Paule „Meister Petz“ Naschy und Regisseur Carlos Aured. Zudem war BLUTMESSE auch Aureds Debütfilm. Und eins kann ich verraten: Es sollte für alle Zeiten Aureds bestes Werk bleiben.
In BLUTMESSE spielt Paule ausnahmsweise mal keinen wildgewordenen Teddybären (= Werwolf), sondern Alaric de Marnac, dessen Charakter an den berühmten französischen Massenmörder Gilles de Rais angelehnt ist. Seine Geliebte Mabille gibt die entzückende Helga Line (DIE BESTIE AUS DEM MÄDCHENPENSIONAT, HORROR EXPRESS) zum Besten, die jedem Europloitation- und Giallo-Fanatiker bekannt sein sollte. Zu Beginn des Films bekommt Alaric de Marnac die Rübe abgesäbelt. Mabille muß ebenfalls dran glauben, aber wie sich jeder Paule-Fan denken kann, ist dies nicht das letzte Wort, das die beiden gesprochen haben!
In der Gegenwart von 1972 beschwört Alaric de Marnacs Geist seinem Nachkommen Hugo (ebenfalls Naschy!) und seinen Freunden (Vic Winner und zwei heiße Ladies, die man damals wohl als „dufte Typen“ bezeichnet hätte), ihn und seine Geliebte Mabille zu neuem Leben zu erwecken. Nach unwichtigen Zwischenfällen (wie Mord und Totschlag zum Beispiel), pappt die fidele Bande einfach Marnacs abgetrennten Schädel an seinem offenen Hals und schon gibt er wieder Gummi! Die getricksten Szenen mit seinem Kopf sind so genial, daß man vor Freude in die Hände klatschen möchte – besonders die Szenen, in denen Paule mit weit aufgerissenen Augen böse starrt, während man seinen Kopp durch die Gegend trägt, sind wirklich zu komisch! Da fragt man sich, wie es sein kann, daß sich jemand in der OFDB so über den Film aufregt und 1 von 10 Punkten verteilt. Hmmm, scheint kein Spaß zu verstehen, der Knabe. Egal, als man auch Mabille wieder auf die Beine geholfen hat (Alaric de Marnac besteigt einfach ihr Skelett im Sarg und schon sehen wir die wundervolle Helga Line wieder in voller Pracht), machen sich die beiden auf, wie in guten alten Zeiten unschuldige Leutchen abzumurksen. Und von da ab gehts richtig rund: lebende Leichen (die Szene erinnert stark an DAS LEICHENHAUS DER LEBENDEN TOTEN), rausgerissene Herzen (jamm!), fiese Morde, rollende Köpfe…
Was für ein grandioses, knallbuntes Horror/Trash-Fest! Amüsant, unheimlich und ziemlich blutig von der ersten bis zur letzten Minute. Und die coole Orgelmucke passt perfekt zu dem, was sich da auf dem Bildschirm so alles abspielt. Das Drehbuch schrieb der gute Paule in 36 Stunden – und bei allem Trash: Da ist wirklich was Tolles bei rumgekommen, das ist mal ganz klar! Also laßt euch nicht von Kein-Spaß-Verstehern abhalten, den Film ins Regal zu stellen, denn solange man zum Lachen nicht erst die Familiengruft aufsucht, dürfte man diesen fabelhaften Grusel-Mumpitz lieben…
Noch im selben Jahr drehten Carlos Aured und Naschy-Paul den spanischen Giallo THE BLUE EYES OF THE BROKEN DOLL, den ich ebenfalls toll finde. Erscheint ja zum Glück bald auch bei SUBKULTUR…
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Und in Sachen Bildqualität habe ich die DVDs von SUBKULTUR, MOTION PICTURE und BCI/ECLIPSE mit Screenshots verglichen, was ich mir eigentlich hätte sparen können, denn sie sehen exakt gleich aus! Falls jemand einen Unterschied erkennt – bitte melden...

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Die Blu-Ray von SUBKULTUR ist gegenüber der DVD nochmal eine kleine Steigerung, denn das Bild ist schärfer und das Filmkorn feiner. Sehr schön auch wieder das Booklet von David Renske, das sich wirklich schwer unterhaltsam liest. Da scheint ein echter Naschy-Fan am Werk zu sein! Die DVD von BCI/ECLIPSE besitzt ebenfalls ein tolles Booklet vom Naschy-Fachmann Mirek Lipinski – und unter anderem noch ein sehr interessantes Vorwort von Paule. Sollte man sich als echter Naschy-Fanatiker genau wie den Release von SUBKULTUR auf keinen Fall entgehen lassen!

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: (DVD): 7 / 10

BILDQUALITÄT (BD): 8 / 10

TON (DEUTSCH): 7 / 10

BONUSMATERIAL: 7 / 10

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Im Hause des Onkels erfährt er dann bei der Testamentsverlesung, daß die meisten Klunker in seinen Besitz übergehen. Als dann einige Morde an seinen Verwandten begangen werden, glauben natürlich alle, das Hanswurst der Butzemann ist, der auf diesem Wege die gesamten Piepen einkassieren möchte. Da ist guter Rat teuer! Doch dann tauchen auf einmal die Ermordeten als lebende Leichen auf… Regisseur Jose Merino setzte vermehrt auf Gruselspannung ala Edgar Wallace und die Frage, ob die lebenden Leichen „echt“ sind oder ob Hanswurst reingelegt werden soll. Ich finde den Streifen ziemlich gelungen, denn die Story ist wirklich mal was anderes (zumindest damals ist’s noch neu gewesen), und auch sonst zieht sich der Film mehr als achtbar aus der Affäre…

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Zum Abschluß nochmal einen richtigen Knaller, und zwar THE BLUE EYES OF THE BROKEN DOLL (aka HOUSE OF PSYCHOTIC WOMEN), einem waschechten Giallo – nur eben nicht aus italienischen, sondern aus spanischen Händen. Aus Spanien gabs ja nicht allzu viele gialloeske Sachen – TODESKREIS LIBELLE (auch mit Naschy – rollt bald in HD an) und DIE HEISSE NACHT DER KILLER von Juan Bosch fällt mir auf Anhieb noch ein. DIE HEISSE NACHT DER KILLER gibt es nebenbei bemerkt als tolle deutsche Videokassette…
In BROKEN DOLL sehen wir Paul Naschy eine französische Landstraße entlanglaufen – auf der Suche nach Arbeit, denn er hat eine Zeitlang im Bau gehockt, weil er seiner Exfrau beinahe den Hals umgedreht hätte. Dann stoppt eine Autofahrerin, die Paule dann Arbeit rund ums große Familienhaus anbietet. Das lässt sich Paule natürlich nicht zweimal sagen und steigt ein. In dem Haus der Lady wohnen noch ihre beiden Schwestern – eine ist nymphoman, die andere sitzt im Rollstuhl, sprich: ein Haus ganz nach meinem Geschmack! Doch Paule hat dann irre Träume, in denen er Frauen erdrosselt, während in der Umgebung des Hauses mehrere Morde an jungen Dingern begangen werden. Hat Paule selbst seine fiesen Hände im Spiel???
Regisseur Carlos Aured und Paul Naschy scheinen sich ziemlich genau mit dem Thema Giallo beschäftigt zu haben, denn speziell Paules mörderische Träume scheinen direkt aus einem Film wie BLUTIGE SEIDE zu kommen. Diese Szenen gehören auch zu den Höhepunkten des Films, wenn Naschy den Frauen die Hände um die hübschen Hälse legt – und das alles in einer knallbunten, psychedelischen Farbfotografie, was diese Szenen noch unheimlicher aussehen läßt. Im Giallo sind die Täter ja oft psychisch gestört, impotent usw. Und diese Anspielungen gibt es in THE BLUE EYES OF THE BROKEN DOLL ebenfalls reichlich.  Und die drei Schwestern sind eine Augenweide, einfach wundervoll… Was sahen die Ladies in den ’70ern noch heiß aus! Die heutigen Filmstars dagegen…
Die DEIMOS-DVD von THE BLUE EYES OF THE BROKEN DOLL ist eine Schau! Denn der Film wurde perfekt restauriert und besticht durch eine sensationelle Bildschärfe und satteste Farben. Es gibt kein vergleichbares Label, das sich so viel Mühe mit seinen Veröffentlichungen macht (zumindest was die Paul-Naschy-Werke betrifft). Naschy-Experte Mirek Lipinski, der auch für die fabelhafte THE NASCHY MARK- Seite im Netz verantwortlich ist, schreibt dann noch die informativen Texte in die jeweiligen Booklets der DVDs. Sehr interessant! Aber bald kommt dieser Spanien-Giallo ja von SUBKULTUR!
Auch empfehlenswert sind noch THE LORELEY’S GRASP (mit Helga Line als Meerjungfrau und Tony Kendall als Helden), der nicht nur für die damalige Zeit (1973) extrem blutig war, sondern auch noch in Germany am Rhein spielt! Paule taucht jedoch nicht auf. Helga Line kann man unter anderem noch im HORROR EXPRESS neben Peter Cushing und Christopher Lee bewundern… Auch ein mehr als amüsanter Spanien-Horror-Mumpitz von Eugenio Martino…

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!!!ENDE!!!

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BRITISH SPLATTER CLASSICS # 1: FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK [MEDIABOOK-REVIEW]

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BRITISH SPLATTER CLASSICS # 1

[MEDIABOOK-REVIEW]

– ANOLIS –

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FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK

[HORROR HOSPITAL, 1973]

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COMPUTER KILLERS

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Diese herrlich fiese Geisterbahnfahrt sah ich zum ersten Mal als Kind von zirka 10 Jahren (damals als VMP/TELERENT-Videokassette), und es sollten ein paar weitere Fassungen folgen in den nächsten Jahren. Leider war die Bildqualität nie wirklich überzeugend, aber 2010 veröffentlichte das US-Label DARK SKY FILMS eine restaurierte Fassung, die ich nicht mehr für möglich gehalten hatte. Und das deutsche Label ANOLIS schmiß dann kurze Zeit später ein Mediabook als ersten Titel der Reihe BRITISH SPLATTER CLASSICS auf den DVD-Markt. Ich kann zwischen den beiden Transfern keinen Unterschied erkennen, und das ist auch gut so, denn die Bildqualität ist absolut bombig!
Jedenfalls, in FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK gibt es natürlich keinen Doktor Frankenstein, denn der fiese Bösewicht (Michael Gough) heißt im englischen Original mit Nachnamen Storm. Und Kultdarsteller Michael Gough spielt diesen finsteren Sensenmann so unglaublich ernst, daß einem die Spucke wegbleibt. Ich möchte diesem durchgeknallten Mordgesellen auf jeden Fall nicht des nachts auf der Straße begegnen! Mit von der blutigen Partie an Doktor Storms Seite ist der bekannte Zwerg Skip Martin, den man unter anderem auch aus der Edgar-Allen-Poe-Adaption SATANAS, DAS SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE aka DIE MASKE DES ROTEN TODES kennen dürfte. In FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK liefert er seine beste Leistung ab, die ich von ihm kenne.
Noch mit dabei ist als Bandmanager der sehr sympathische Brite Robin Askwith aus IM RAMPENLICHT DES BÖSEN und TURM DER LEBENDEN LEICHEN, der ja vielleicht auch noch eines Tages in Germany auf Blu-Ray erscheinen könnte. Wobei FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK um Welten spannender, unheimlicher und abgedrehter ist.
Ebenfalls erwähnenswert ist der Auftritt von Saufnase Dennis Price, bei dem ihm schließlich der Kopf abhanden kommt. Das ist nicht zu viel verraten, denn es passiert noch in der ersten halben Stunde. In seinen späteren Szenen in FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK wirkt er wie schon in Filmen wie DRACULAS HEXENJAGD sichtlich angeheitert, was ihn nur noch sympathischer macht, als er es eh schon ist.
Die Story von FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK ist eigentlich unwichtig (und Leute, die auf Logik bestehen, sollten um diesen Horror-Knaller einen großen Bogen machen), geht jedoch kurz und knapp ungefähr so: Der liebe Doktor Storm leitet eine Klinik im Grünen und sucht ständig nach neuem Menschenmaterial für seine irren Experimente. Gleich die erste Szene des Films ist absolut grandios – Doktor Storm und sein Zwergengehilfe Frederick hocken auf dem Rücksitz eines Rolls-Royce und warten auf zwei aus der Klinik entflohene Versuchskaninchen. Der Rolls-Royce fährt nicht nur los, sondern auch ein am Auto befestigtes Schlachtermesser aus, das den Flüchtenden schließlich die Hälse rasiert…

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Tja, und genau auf den Weg in die horrible Klinik ist Jason (Robin Askwith), der einen ausgebrannten Bandmanager mimt. Noch im Zug trifft er auf die entzückende Judy (Vanessa Shaw), die ihre Tante Harris (Ellen Pollock) in der Klinik besuchen möchte, die natürlich auch für Doktor Storm arbeitet. Offiziell ist die Klinik ein Erholungszentrum, aber die „Patienten“ sehen aus wie wandelnde Leichen, die allesamt Narben auf der Stirn haben. Was, zum Teufel noch mal, geht da vor???
Wow, die Darsteller hauen teilweise so auf den Putz, daß man glaubt, es mit einer absurden Theateraufführung zu tun zu haben. Das Overacting von Udo Kier in ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN ist wirklich nix dagegen, was sich in Frankensteins Horror-Klinik abspielt. Zum Beispiel die minutenlangen, richtig schräg wirkenden Schlägereien zwischen den Helden und den Schergen des Doktor Storm. Da gibt es aufs Maul und die Helme, daß einem Hören und Sehen vergeht. Das Ganze muß einfach eine rabenschwarze, extrem bizarre Komödie sein. Doch das Seltsame ist, daß die Atmosphäre trotz des Trashfaktors auf eine gewisse Art und Weise richtig fies ist. Man wünscht sich nämlich schon, daß man niemals in diesem Irrenhaus landet! Es gibt nicht viele Gruselschocker, die so eine grandiose Horrorshow abliefern wie hier: rollende Köpfe, fiese Zwerge, lebende Leichen, Gehirnwäsche, blutige Operationen, Wahnsinn, Rückblenden (Doktor Storm begann seine Karriere in Hamburg!), Mord und Totschlag…

SPOILER-ALARM

Und wenn man Doktor Storm zum ersten Mal ohne seine menschliche Hülle sieht, ist endgültig Karneval – so etwas habe ich jedenfalls noch nicht gesehen. Das tritt selbst das fiese Monster in DIE STUNDE DER GRAUSAMEN LEICHEN noch locker in die Tonne!

SPOILER ENDE

Mit FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK kann man defintiv seine Oma erschrecken… Aber mittendrin ist eine Szene, die mich vor Lachen immer wieder unter den Tisch rollen läßt. Frederick (also der Zwerg) kippt den beiden Schergen von Doktor Storm ein Schlafmittel in die Waldmeister-brause, das sie auch schnell aus den Latschen haut. Um an das Schloss der Tür zu kommen, stapelt er die beiden Typen dann übereinander, anstatt sich einfach einen Stuhl zu holen. Und mehrere Male stolpert er dabei über die beiden Typen. Ich könnte schwören, daß das so nicht im Drehbuch stand, denn es sieht wirklich so aus, als wenn er nicht nur so tut, sondern unfreiwillig stolpert. Allein diese Szene ist unbezahlbar!

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Die Bildqualität ist, wie bereits erwähnt, einfach fabelhaft. Die Farben leuchten vermutlich wie niemals zuvor (besonders die Farbe Rot), die Bildschärfe ist hoch, das Filmkorn intakt und der Kontrast solide. Die deutsche Audiospur klingt ein bißchen dumpf, ist aber noch voll im grünen Bereich. Besser klingt natürlich der englische Originalton. Hier sind die Geräusche und die Dialoge perfekt ausbalanciert.
Die interessantesten Extras sind der fulminante Audiokommentar mit dem Produzenten Richard Gordon und Tom Weaver und das tolle Bühneninterview mit Robin Askwith. Ich finde den Knaben wirklich sehr sympathisch und humorvoll. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: 9 / 10

TON (DEUTSCH): 6 / 10

TON (ENGLISCH): 8 / 10

EXTRAS: 8 / 10

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FILMART GIALLO EDITION # 4: DER KILLER VON WIEN [DVD-REVIEW]

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# 4 – DER KILLER VON WIEN

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Der bisher beste Giallo aus FILMARTs Reihe ist auf jeden Fall DER KILLER VON WIEN von Sergio Martino, der 1970 gedreht wurde und selbst mit Dario Argentos Tier-Trilogie mithalten kann. Ich glaube, ich habe dieses Meisterwerk inzwischen so an die fuffzig Mal gesehen. Und trotzdem ist von Langeweile dank den Darstellern wie Edwige Fenech, George Hilton und Ivan Rassimov und der Regie von Sergio Martino weit und breit nichts zu spüren. Sich selbst übertroffen hatte sich damals auch Dreh-buchautor Ernesto Gastaldi, der den Film mit irrwitzigen Plot-Twists ausstattete, die den Zuschauer bei der ersten Sichtung wirklich extrem überraschen können. Genialer gehts kaum noch!
Die Story: In Wien geht der Sensenmann um, der es anscheinend ausschließlich auf heiße Ladies abgesehen hat und sie mit einem Rasiermesser ins Jenseits befördert. Die bezaubernde Julie Wardh (Edwige Fenech) und ihr Mann Neil (Alberto de Mendoza) weilen inzwischen auch in Wien. Ein Unbekannter bedroht die holde Maid. Und da könnten viele böse Buben die gemeinen Übeltäter sein. Vor allem ihr sadistischer Ex-Freund Jean (hübsch fies: Ivan Rassimov mit dem stechenden Blick) käme da in Frage, denn einst gaben sich die beiden dem S/M-Liebesspiel hin, das von Sergio Martino wundervoll ästhetisch in Szene gesetzt wurde. Julie kann jedenfalls gut auf Jean verzichten, denn sie wirft lieber ein Auge auf den zweiten Gilette-Mann des Films: George (George Hilton). Als weitere Morde geschehen, verduften Julie und George erst mal nach Spanien. Aber kann sie überhaupt noch jemanden vertrauen???

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Ja, was sich Ernesto Gastaldi da für eine Krimi-Story und Mörderhatz ausdachte, ist schon sensationell – die Wendungen am Schluß machen es so gut wie unmöglich auf den/die richtigen Täter zu tippen. Und am Ende kommt eh alles anders als man denkt! Jedenfalls bietet DER KILLER VON WIEN absolut alles, was man als Giallo-Fanatiker sehen möchte: Schwarze Handschuhe, aufblitzende Rasiermesser als Phallussymbol, bunte Klamotten, heiße Ladies, stylische Morde und einen hypnotischen Soundtrack von Nora Orlandi, dessen CD-Edition ich mehr als empfehlen kann. Ist bei QUARTET RECORDS erschienen…
Und weil ich sonst nichts zu tun habe, habe ich mal die italienische DVD von AEGIDA mit der von FILMART verglichen:

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Die interessantesten Extras sind das Booklet von Pelle Felsch, das Featurette DARK FEARS BEHIND THE DOOR und das Interview mit dem stets sympathischen Sergio Martino, das 2013 gedreht wurde.

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Tja, und jetzt bin ich gespannt auf Teil 5: LIEBE UND TOD IM GARTEN DER GÖTTER von Sauro Scavolini, den ich noch nicht kenne. Review folgt demnächst!

FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: 7, 5 / 10

TON (DEUTSCH): 7 / 10

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