SPUKHAUSFILME IN BILDERN (TEIL 1): THE NESTING A.K.A. LANDHAUS DES GRAUENS [THE NESTING, 1981]

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SPUKHAUSFILME

IN BILDERN

(TEIL 1)

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THE NESTING,

LANDHAUS DES GRAUENS

[THE NESTING, 1981]

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MASSACRE MANSION

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THE NESTING, HAUS DES GRAUENS

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PAUL NASCHY (TEIL 13): BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL [DVD-REVIEW: SUBKULTUR VS. BCI/ECLIPSE VS. MOTION PICTURE]

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PAUL NASCHY

(TEIL 13)

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BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL

[EL ESPANTO SURGE DE LA TUMBA, 1973]

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SUBKULTUR ENTERTAINMENT

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MOTION PICTURE

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BCI/ECLIPSE

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BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL war die erste Zusammenarbeit von  Paule „Meister Petz“ Naschy und Regisseur Carlos Aured. Zudem war BLUTMESSE auch Aureds Debütfilm. Und eins kann ich verraten: Es sollte für alle Zeiten Aureds bestes Werk bleiben.
In BLUTMESSE spielt Paule ausnahmsweise mal keinen wildgewordenen Teddybären (= Werwolf), sondern Alaric de Marnac, dessen Charakter an den berühmten französischen Massenmörder Gilles de Rais angelehnt ist. Seine Geliebte Mabille gibt die entzückende Helga Line (DIE BESTIE AUS DEM MÄDCHENPENSIONAT, HORROR EXPRESS) zum Besten, die jedem Europloitation- und Giallo-Fanatiker bekannt sein sollte. Zu Beginn des Films bekommt Alaric de Marnac die Rübe abgesäbelt. Mabille muß ebenfalls dran glauben, aber wie sich jeder Paule-Fan denken kann, ist dies nicht das letzte Wort, das die beiden gesprochen haben!
In der Gegenwart von 1972 beschwört Alaric de Marnacs Geist seinem Nachkommen Hugo (ebenfalls Naschy!) und seinen Freunden (Vic Winner und zwei heiße Ladies, die man damals wohl als „dufte Typen“ bezeichnet hätte), ihn und seine Geliebte Mabille zu neuem Leben zu erwecken. Nach unwichtigen Zwischenfällen (wie Mord und Totschlag zum Beispiel), pappt die fidele Bande einfach Marnacs abgetrennten Schädel an seinem offenen Hals und schon gibt er wieder Gummi! Die getricksten Szenen mit seinem Kopf sind so genial, daß man vor Freude in die Hände klatschen möchte – besonders die Szenen, in denen Paule mit weit aufgerissenen Augen böse starrt, während man seinen Kopp durch die Gegend trägt, sind wirklich zu komisch! Da fragt man sich, wie es sein kann, daß sich jemand in der OFDB so über den Film aufregt und 1 von 10 Punkten verteilt. Hmmm, scheint kein Spaß zu verstehen, der Knabe. Egal, als man auch Mabille wieder auf die Beine geholfen hat (Alaric de Marnac besteigt einfach ihr Skelett im Sarg und schon sehen wir die wundervolle Helga Line wieder in voller Pracht), machen sich die beiden auf, wie in guten alten Zeiten unschuldige Leutchen abzumurksen. Und von da ab gehts richtig rund: lebende Leichen (die Szene erinnert stark an DAS LEICHENHAUS DER LEBENDEN TOTEN), rausgerissene Herzen (jamm!), fiese Morde, rollende Köpfe…
Was für ein grandioses, knallbuntes Horror/Trash-Fest! Amüsant, unheimlich und ziemlich blutig von der ersten bis zur letzten Minute. Und die coole Orgelmucke passt perfekt zu dem, was sich da auf dem Bildschirm so alles abspielt. Das Drehbuch schrieb der gute Paule in 36 Stunden – und bei allem Trash: Da ist wirklich was Tolles bei rumgekommen, das ist mal ganz klar! Also laßt euch nicht von Kein-Spaß-Verstehern abhalten, den Film ins Regal zu stellen, denn solange man zum Lachen nicht erst die Familiengruft aufsucht, dürfte man diesen fabelhaften Grusel-Mumpitz lieben…
Noch im selben Jahr drehten Carlos Aured und Naschy-Paul den spanischen Giallo THE BLUE EYES OF THE BROKEN DOLL, den ich ebenfalls toll finde. Erscheint ja zum Glück bald auch bei SUBKULTUR…
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Und in Sachen Bildqualität habe ich die DVDs von SUBKULTUR, MOTION PICTURE und BCI/ECLIPSE mit Screenshots verglichen, was ich mir eigentlich hätte sparen können, denn sie sehen exakt gleich aus! Falls jemand einen Unterschied erkennt – bitte melden...

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SUBKULTUR

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BCI/ECLIPSE

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MOTION PICTURE

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SUBKULTUR

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BCI/ECLIPSE

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MOTION PICTURE

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SUBKULTUR

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SUBKULTUR

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SUBKULTUR

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Die Blu-Ray von SUBKULTUR ist gegenüber der DVD nochmal eine kleine Steigerung, denn das Bild ist schärfer und das Filmkorn feiner. Sehr schön auch wieder das Booklet von David Renske, das sich wirklich schwer unterhaltsam liest. Da scheint ein echter Naschy-Fan am Werk zu sein! Die DVD von BCI/ECLIPSE besitzt ebenfalls ein tolles Booklet vom Naschy-Fachmann Mirek Lipinski – und unter anderem noch ein sehr interessantes Vorwort von Paule. Sollte man sich als echter Naschy-Fanatiker genau wie den Release von SUBKULTUR auf keinen Fall entgehen lassen!

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: (DVD): 7 / 10

BILDQUALITÄT (BD): 8 / 10

TON (DEUTSCH): 7 / 10

BONUSMATERIAL: 7 / 10

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SLEAZE-GIALLI AUF DVD UND BLU-RAY (TEIL 2): THE GIRL IN ROOM 2A [LA CASA DELLA PAURA, 1974]

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SLEAZE-GIALLI

AUF DVD UND BLU-RAY

(TEIL 2)

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THE GIRL IN ROOM 2A

[LA CASA DELLA PAURA, 1974]

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Hui, also so einen Knaller von Giallo hätte ich nicht wirklich erwartet! Aber kaum deutsche Kritiken weit und breit. Woran könnte das liegen??? Keine Ahnung, ich denke mal, weil es halt keine deutsche Fassung dieses Sleazers gibt… Doch im Amiland gibt es viele schöne, bunte Scheiben – und VHS-Kassetten zu entdecken…
Wie zum Beispiel die DVD von THE GIRL IN ROOM 2A vom Kultlabel MONDO MACABRO!  Was bekommt man also in diesem Trash-Giallo alles geboten? Na, eigentlich so ziemlich alles, was man sich halt  von so einem billigen (im positiven Sinne!) Genrewerk erwartet: etliche bekannte Nasen, ein irrer Kapuzenmann, coole Mucke, hippe Klamotten, blutige Morde und… na klar: Titten!
Zu Beginn des Films bekommt man gleich mal so einen Mord mit Titten zu sehen, und das noch während die Credits laufen: eine hübsche, junge Frau wird erst entführt, gequält und schließlich so lange abgemurkst bis sie tot ist. Das Gesicht des Sensenmannes kann man nicht erkennen, denn er ist komplett in Rot gehüllt und sieht aus wie der Irre in SCARLETTO (aka SCHLOSS DES BLUTES, den ich auch toll finde, besonders das Overacting von Mickey Hargitay). Danach rückt dann die schöne Daniela Giordano ins Bild, denn sie spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern passenderweise auch gleich die Heldin des Films. Sie bezieht ein modriges Zimmer, an dessen Tür steht: 2A (schock!). Naja, so schockiert muß man nicht sein, denn da könnte genauso gut 3B stehen. Man brauchte halt einen Titel – vielleicht war „DER ROTE IRRE GEHT UM“ schon vergeben…
Doch dann passiert etwas Erstaunliches, denn der rote Killer murkst sich nicht allein durchs Leben, sondern hat fiese Gehilfen, die auch Spaß am Leutekillen haben. Schade, ich finde vermummte Mörder, die ihr blutiges Werk alleine verrichten, irgendwie doller. Jedenfalls kommts wie es kommen muss: Unsere Heldin lernt einen Helden kennen, dessen Schwester gekillt wurde, und die beiden landen natürlich im Bett und beginnen, gemeinsam zu recherchieren – das bringt sie selbstverständlich in Lebensgefahr, genauso wie alle anderen Amateur-Schnüffler in einem Giallo auch. Und  genau so soll es ja auch sein!
Der Film wirkt wie eine Mischung aus bereits erwähntem SCARLETTO und einem Polselli ala DELIRIUM. Jedenfalls gingen die 84 Minuten rasend schnell vorbei, was bedeutet, daß der Film nie langweilig wurde – keine einzige Sekunde lang! Leute, die mit solchen Sleazern nix anfangen können, werden sich dagegen schon langweilen, und zwar: 84 Minuten lang.

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Tja, und wen bekommt man neben Daniela Giordano noch zu Gesicht??? Zum Beispiel Rosalba Neri mit der schönen Nase, Muskelmann Brad Harris, der im Showdown die Fäuste fliegen lassen darf, Karin Schubert, die auch Pornos drehte und Raf Vallone mit dem ulkigen Vornamen. Also das ist doch schon was, oder etwa nicht?!
Der Regisseur William L. Rose ist Ami, und wenn ich das nicht schon vorher gewusst hätte, wäre es mir nicht aufgefallen. Ehrlich gesagt ist es mir nicht mal aufgefallen, obwohl ich es wusste! Denn der Film wirkt durch und durch italienisch – auch die Darsteller kennt man ja aus dem Europloitation-Bereich. Und warum in der Übersichtsseite des Films Ramiro Oliveros als Regisseur angegeben ist, verstehe ich nicht, denn auch in den Credits steht: William L. Rose (wie in allen anderen Reviews auch)!

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Tja, und die Auflösung am Schluß des Films ist gleichzeitig absurd, albern und total überraschend – und damit der absolute Höhepunkt dieser irren Kirmesveranstaltung!
Fazit: Amüsante, kurzweilige Unterhaltung für den Freund des wilden Italo-Kinos der bunten ’70er Jahre!
Und zum x-ten Male fällt mir auf, daß selbst die unbekannteren Gialli noch Spaß ohne Ende machen – in welchem anderen Filmgenre gibt es das denn noch?! Eben!
Die DVD von MONDO MACABRO (ob THE GIRL IN ROOM 2A in Zukunft noch bei MOTION PICTURES erscheint, steht wohl in den Sternen) bietet den Film in sehr guter Bildqualität, die der alten VHS-Kassette turmhoch überlegen ist – was ja auch kein Wunder ist! Auch der englische Ton ist klar und verständlich und kommt ohne jede Probleme über die Runden. Kann ich wirklich empfehlen, die Scheibe…

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FILMQUALITÄT: 8 / 10

BILDQUALITÄT: 7 / 10

TONQUALITÄT: 6 / 10

BONUSMATERIAL: 7 / 10

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