SKIZZEN EINES VERRÜCKTEN (TEIL 1): COLA-RUM & HEISSE MIEZEN

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SKIZZEN EINES VERRÜCKTEN

(TEIL 1)

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COLA-RUM & HEISSE MIEZEN

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Naja, es steht im Moment eigentlich nicht schlecht, denn ich bin noch am Leben,
und die Ratten tummeln sich zwischen den Rum-Flaschen … Wer ich bin? Das
ist ’ne gute Frage. Ich glaube nämlich, daß ich selbst nicht weiß, wer ich bin.
Nur soviel: ich wohne in einem schönen Haus an der Ostsee ganz in der Nähe
vom Schönberger Strand. Hätte ich mir natürlich niemals leisten können als
versoffener Trunkenbold. Meine lieben Eltern haben es mir vererbt, damit
ich nicht unter einer Brücke schlafen muß. Ansonsten muß ich sagen, daß
ich tatsächlich verrückt bin. Letzte Woche war ich zum Beispiel 4 Tage am
Stück auf GBL, bis ich so am Arsch war, daß ich beim Blick in den Spiegel
Polizeiwagen auf mich zurasen sah! Aber wer in seinem Leben so an die
7500 mal verkatert aufgewacht ist, muß ja wohl paranoid sein. Danach
pennte ich 20 Stunden …
Als ich wach wurde, mußte ich seltsamerweise daran denken, wie ich mit
19 nach St. Pauli zog und schon in der ersten Nacht besoffen über eine
Brücke wankte und die erste Nutte ansprach, die mir übern Weg lief.
Wir rutschten auf dem Eis aus – es muß Januar 1990 gewesen sein -,
betrunken (= ich) und umnebelt (= die Lady von der Straße), halfen
uns gegenseitig wieder auf die Beine und lachten, lachten bis uns die
Tränen kamen. Hm, keine Begegnung war je so unschuldig oder
bedeutete so viel, und jetzt nach meinem GBL-Rausch erinnerte ich
mich auch wieder an ihren Namen, ja, und an die Farbe ihrer Augen
und das Muttermal auf ihrer linken Schulter. Es war der zärtlichste
Augenblick in meinem Leben …

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my feet

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Und wenn ich noch was von mir erzählen darf: ich habe einen Fuß-
fetisch oder wie man das nennt. Es ist doch wundervoll und geil
zugleich, wenn man einer heißen Schnecke mit zarten Füßen sanft
die Fußsohlen leckt und an sämtlichen Zehen lutscht und saugt. Da
habe ich wirklich Glück, denn seit zirka einem halben Jahr bin ich
mit so ’ner süßen, 19-jährigen Mieze (ich nenne sie auch „Mieze“)
zusammen, die mein Gelutsche liebt. Manchmal habe ich das
Gefühl, sie liebt mein Gelutsche an ihren Füßen sogar mehr als
mein Gelutsche an ihrer süßen Muschi! Jetzt möchtet ihr vielleicht
wissen, wie die Mieze ausschaut, oder?! Sie hat mir immerhin
erlaubt, dieses Strandfoto von ihr zu posten (neben dem Fußfoto
weiter oben):

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Was so eine junge Mieze wie die „Mieze“ von einem lausigen 
Rum-Trinker wie mir eigentlich will, kann ich euch leider nicht
sagen. Schätze, ich frage sie einfach mal. Bis demnächst dann,
Freunde …

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DIE FILME DES NICHOLAS ROEG IN BILDERN (TEIL 1): PERFORMANCE [1970]

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DIE FILME DES

NICHOLAS ROEG

IN BILDERN

(TEIL 1)

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PERFORMANCE

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PSYCHOTHRILLER-BILDERGALERIE (TEIL 5): DER HÖLLENTRIP [ALTERED STATES, 1980]

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PSYCHOTHRILLER-

BILDERGALERIE

(TEIL 4)

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DER HÖLLENTRIP

[ALTERED STATES, 1980]

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BUCHTIPPS = DIE BESTEN TRINKER-ROMANE (TEIL 1): WEISSE NIGGER – INGVAR AMBJÖRNSEN [1988]

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BUCHTIPPS =

DIE BESTEN

TRINKER-ROMANE

(TEIL 1)

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WEISSE NIGGER

[INGVAR AMBJÖRNSEN, 1988]

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Kritiken:

„Weiße Nigger sind die Lebenshungrigen, die alles
aufsaugen, was ihren Hunger zu stillen verpricht:
Literatur, Ideologie, Religion, Haschisch, Amphetamin,
Heroin und Alkohol, vor allem Alkohol.“
– Die Tageszeitung –

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„Faszinierend an Ambjörnsens Bücher ist immer,
mit welch schlafwandlerischer Sicherheit er diesen
‚I’ve got the blues‘-Ton trifft“.
– Annemarie Stoltenberg –

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„Die schönsten Stellen erinnern an Hamsun, poetische,
zugleich hartbelichtete Porträts von Landstreichern und
Nichtstuern.“
– Klaus Modick –

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„In seinen Büchern tritt Ambjörnsen nicht als Moralist,
sondern als Zeuge auf. Dabei gilt seine Sympathie stets
den Zukurzgekommenen.“
– Reinhard Helling –

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„Da hält kein Bukowski mit!“
– Hamburger Morgenpost –

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WEISSE NIGGER von Ingvar Ambjörnsen las ich vor knapp 25 Jahren im Alter von 15 zum ersten Mal, und seitdem hat mich dieses grandiose Buch nicht mehr losgelassen. Wie oft ich es bis heute gelesen habe, kann ich nicht sagen, aber bestimmt einmal pro Jahr. So etwas passiert mir sonst nur mit den Werken von Charles Bukowski und ein paar absoluten Ausnahmen wie DER FÄNGER IM ROGGEN von Salinger, ICH, ARTURO BANDINI von John Fante und REISE ANS ENDE DER NACHT von Ferdinand Celine.
Was ich an WEISSE NIGGER so liebe, ist die unglaublich sympathische Art und Weise, wie er von sich, seinen Saufkumpanen und der Jugendkultur der ’70er Jahre in Norwegen erzählt. Mit FAST EINE JUGEND von meinem Lieblingsautoren Charles Bukowski hat das aber nicht viel zu tun, denn Erling (= Ingvar Ambjörnsen) ist kein Einzelgänger – im Gegenteil: sobald er aus Spanien von einem einjährigen Rotweinbesäufnis (!) ins kalte Norwegen zurückkehrt, möchte er nur eines = Sozialhilfe bekommen, Party machen, Rumvögeln und so viel Alkohol und Hasch vernichten wie möglich. Was er dann bis zur letzten Seite des Romans auch tut.
Das ist natürlich – und zum Glück! – nicht die öde Schreibe eines Hochintellektuellen wie Peter Wawerzinek (SCHLUCKSPECHT) oder die eines Prolls wie Hartmuth Malorny in NOCH EIN BIER, HARRY? WEISSE NIGGER kann man mit Sicherheit erst recht dann sehr schön nachvollziehen, wenn man sich in jungen Jahren selbst rumgetrieben und immer wieder zur Flasche gegriffen hat. Das Buch strahlt jedenfalls eine Magie und Sehnsucht nach der eigenen Jugend aus, die man nur schwer in Worte fassen kann. Es erinnert mich ein wenig an den Roman SAUSER von Andreas Niedermann, den ich ebenfalls empfehlen kann. Die frühen Werke von Ambjörnsen (SARONS HAUT und die Alkkrimis SAN SEBASTIAN BLUES, STALINS AUGEN und DIE MECHANISCHE FRAU) gefallen mir neben WEISSE NIGGER eindeutig am besten. WEISSE NIGGER ist wirklich ein wahres Freudenfest für alle Punks, Kiffer und notorischen Trunkenbolde!

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