ITALO-ENDZEITFILME IN BILDERN (TEIL 2): THE RIFFS 2, FLUCHT AUS DER BRONX [FUGA DEL BRONX, 1983]

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ITALO-ENDZEITFILME

IN BILDERN

(TEIL 2)

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THE RIFFS 2,

FLUCHT AUS DER BRONX

[FUGA DEL BRONX, 1983]

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CHRISTOPHER LEE: EIN FILMLEBEN IN BILDERN

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CHRISTOPHER LEE

– EIN FILMLEBEN IN BILDERN –

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ITALO-ZOMBIES AUF DVD & BLU-RAY (TEIL 1): THE BEYOND A.K.A. DIE GEISTERSTADT DER ZOMBIES [GRINDHOUSE RELEASING, 2015]

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ITALO-ZOMBIES

AUF DVD & BLU-RAY

(TEIL 1)

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THE BEYOND

[L’ALDILA, 1981]

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DIE GEISTERSTADT DER ZOMBIES

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ÜBER DEM JENSEITS

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– GRINDHOUSE RELEASING –

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Im Jahre 1981 erreichte das Können von Lucio Fulci seinen absoluten Höhepunkt: DIE GEISTERSTADT DER ZOMBIES ist zusammen mit ZOMBIE (DAWN OF THE DEAD) das absolute Ultimum im Zombiegenre. Alles was danach kam ist nicht mehr interessant (für mich jedenfalls nicht), denn spätestens mit Kasperklamotten wie RETURN OF THE LIVING DEAD 2 ist das Zombiegenre gestorben. So ist das meistens mit allen ernsthaften Genres: Kommen erstmal die ersten Komödien, ist auch bald schon Feierabend… Einzig DAY OF THE DEAD von George Romero ist noch interessant – und spätestens mit diesem Film war dann wirklich alles gesagt, was es zum Zombiegenre zu sagen gibt.
GEISTERSTADT zieht einem dagegen jedenfalls komplett die Schuhe aus – im positiven Sinne natürlich! Nie waren die Zombiemasken so unheimlich, die Splattereffekte so grandios und die eigentliche Story so unwichtig wie in diesem Jahrhundertwerk.

„WHAT I WANTED TO GET WITH ACROSS WITH THIS FILM WAS THE IDEA THAT ALL OF LIFE IS OFTEN REALLY A TERRIBLE NIGHTMARE AND THAT OUR ONLY REFUGE IS TO REMAIN IN THIS WORLD, BUT OUTSIDE TIME.“

Keine positive Botschaft von Lucio Fulci – so viel ist klar. Es gibt viele Regisseure, die einen wütenden Beitrag zum Thema Mensch abgeliefert haben. Beispiele sind Mario Bavas IM BLUTRAUSCH DES SATANS, in dem Bava den Menschen als habgieriges Monster darstellt, das für Geld im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Selbst ein Paul Naschy hatte 1980 die Schnauze voll und zeigte den Menschen als Bestie, was sich schon sehr schön vom Originaltitel ableiten lässt: EL CARNAVAL DE LAS BESTIAS (HUMAN BEASTS).
Gleich die Pre-Credit-Sequenz von GEISTERSTADT ist zugleich Hommage an die alten Universalklassiker wie FRANKENSTEIN und ein klares Statement zum Thema Selbstjustiz. Im Louisiana des Jahres 1927 (Fulcis Geburtsjahr!) bekommt der Maler Schweick (Michele Antoine aus THE KILLER MUST KILL AGAIN) in einem Zimmer des Hotels zu den 7 Toren unfreundlichen Besuch von den Dorfbewohnern, die ihn erst mit Ketten auspeitschen, an die Wand nageln und schließlich mit Kalk übergießen. Zartbesaitete sollten sich den Film jedenfalls nicht unbedingt anschauen!
Im Jahre 1981 erbt die hübsche Lisa (Catriona MacColl ) schließlich das finstere Hotel und läßt es renovieren. Doch die Handwerker nippeln allesamt auf bizarre Art und Weise durch „Unfälle“ ab. Mein Liebling dabei ist Joe, der nette Klempner von nebenan. Doch in dem heißen Südstaatenkaff Louisiana gibt es natürlich auch freundliche Leute wie den Arzt Dr. McCabe (stets sympathisch: David Warbeck), der Lisa hilfreich unter die Arme greift. Und auch die mysteriöse Emily mit dem lieben Schäferhund steht Lisa anfangs zur Seite. Doch die unheimlichen Geschehnisse scheinen kein Ende zu nehmen, und McCabe und Lisa beginnen schließlich zu recherchieren, um herauszufinden, was in dem Ort eigentlich vor sich geht. Als sie letztendlich begreifen, das Lisas Haus auf einem der sieben Tore zur Hölle errichtet wurde, ist es bereits zu spät…
Auch bei diesem Fulcischocker sind die Kritiken oft negativ (zum Beispiel die bescheuerte BADMOVIES-Rezension, die eine absolute Frechheit ist), und ich habe das Gefühl, daß das, was Lucio Fulci mit seinen Zombiewerken ausdrücken wollte, einfach nur von echten Kultfilmfans verstanden werden kann. Allen anderen fehlt anscheinend ganz einfach die Fantasie, denn gerade GEISTERSTADT gehört zu den wenigen Horrorfilmen, die eine extrem dichte und beklemmende Atmosphäre des Grauens aufbauen, verstärken und am Schluß so explodieren lassen können wie es in GEISTERSTADT der Fall ist. Die Splattereffekte hauen mich auch beim x-ten Durchgang noch vom Stuhl – besonders die Spinnen- und die Säuresequenz im Leichenschauhaus sind grandios inszeniert – nie waren Spinnen so erschreckend! Doch ich liebe vor allem die ruhigen und unheimlichen Momente, besonders die Szene, in denen mehrere Zombies die blinde Emily besuchen. Sie stehen im dunkeln, starren Emily an, warten ab – und dann schnappt sich Emilys Hund den Schweickzombie und die Hölle ist los. Was für eine faszinierende Gänsehautszene!
Dann natürlich die Sequenz, in der Joe erst ganz langsam aus dem fauligen Wasser der Badewanne emporsteigt und anschließend die Putzfrau an den Nagel hängt. Naja, seinen Klempnerjob musste er ja zuvor auch schon an den Nagel hängen!
Neben Catriona MacColl und David Warbeck bekommt man den kultigen Al Cliver aus Fulcis WOODOO als Leichenarzt zu sehen. Dann die ein wenig an Nicoletta Elmi erinnernde Maria Pia Marsale und die süße Cinzia Monreale, die die blinde Emily mimt. Die überragende Fotografie besorgte (wie auch in Fulcis beiden anderen Werken aus der sogenannten Gotik-Trilogie) Sergio Salvati, der in meinen Augen mit GEISTERSTADT seine beste Arbeit abgeliefert hat.
GEISTERSTADT hat seine eigene spezielle Art von alptraumhafter Logik, die die meisten Kritiker nicht sehen können oder einfach nicht sehen wollen. Auch die Zombies sind wie in GLOCKENSEIL eher untypisch, denn sie killen auf originelle Weise und kaum mal durch herzhaftes Zubeißen. Das Skript schrieben Dardano Sacchetti, Giorgio Mariuzzio und Lucio Fulci höchstselbst – raus kam eine blutige, surrealistische Reise in die Phantastik. Mehr noch als schon in GLOCKENSEIL erinnert die Atmosphäre an H.P. Lovecrafts Kultgeschichte DIE FARBE AUS DEM WELTALL – nicht die Story selbst, sondern die intensive Atmosphäre des Grauens und das Gefühl, daß die Helden des Films kein Happy End erleben werden. So ist GEISTERSTADT eigentlich ein Fantasymärchen für Erwachsene. Ok, ok, ich habe ihn schon als Kind gesehen… 

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Nachdem zunächst ARROW VIDEO und dann XT VIDEO denselben Transfer veröffentlichten – der nicht wirklich überzeugen konnte -, rollt nun also mit ziemlicher Verspätung endlich das brandneue 3-Disc-Set von GRINDHOUSE RELEASING an. Und ja, die Bildqualtät ist eine sichtbare Steigerung. Das liegt vor allem daran, daß die vielen Verschmutzungen verschwunden sind. Auch das künstliche Rauschen ist entfernt worden. Davon abgesehen ist das Bild auch einen Tick schärfer und die Farben lebhafter. Aber ich glaube auch als Nichtexperte, daß der Film mit einer aufwändigen Restauration noch besser aussehen könnte.
Der englische Ton ist jedoch der absolute Hammer, denn er donnert glasklar aus den Boxen. Restauriert und remastert wurde dieser vom Oscargewinner Paul Ottosson. Auch die italienische Audiospur ist ok, kann aber aus verständlichen Gründen nicht mit der englischen mithalten.
Das Bonusmaterial ist absolut bombig: zum Beispiel enthält die dritte Disc den gesamten Soundtrack des Films in sehr guter Qualität. Dann wären da mehrere aktuelle Interviews mit Catriona MacColl, Cinzia Monreale und vielen anderen. Zu den anderen zählt auch Larry Ray, der den abstürzenden Maler spielt. Unglaublich, was der gute Mann in satten 45 Minuten (!) alles zu den Dreharbeiten zu erzählten hat! Da sind köstliche Anekdoten über Lucio Fulci dabei. Zu Wort kommt auch der Knabe, der den Schweickzombie spielt. Kaum zu glauben, aber bei dem Mann handelt es sich um einen seriösen Theaterdarsteller!
Das Booklet besteht zum größten Teil aus einem exzellenten und höchst interessanten Text von Martin Beine. Es dreht sich in erster Linie darum, von welchen Filmen Lucio Fulci bei den Dreharbeiten von GEISTERSTADT beeinflußt gewesen ist. Schön zu sehen, daß Martins Texte nun auch in den USA angekommen sind!
Alles in allem ein tolles Paket, was GRINDHOUSE RELEASING einem zu bieten haben. Sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen…

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: 8 / 10

TON (ENGLISCH): 9 / 10

TON (ITALIENISCH): 7 / 10

BONUSMATERIAL: 10 / 10

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Blu-Ray-Screenshots:

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KLASSISCHE GIALLI AUF DVD UND BLU-RAY (TEIL 2): BLOOD AND BLACK LACE A.K.A. BLUTIGE SEIDE [ARROW VIDEO, 2015]

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KLASSISCHE GIALLI

AUF DVD & BLU-RAY

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BLOOD AND BLACK LACE

[SEI DONNE PER L’ASSASSINO, 1964]

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„LOOK AT HOW THE MURDERER TORTURED HER – HE MUST HAVE USED A RED HOT POKER!“
„HE MUST HAVE BEEN A MADMAN, OR A SEXMANIAC IN A HOMICIDAL FURY!“

Eigentlich ist dieser knapp-kultige Dialog schon ausreichend, wenn man wissen möchte worum es in BLUTIGE SEIDE eigentlich geht. Ich denke auch, daß alle Verrückten, die aus gialloesken Gründen in meinem Blog gelandet sind, dieses Meisterwerk eh kennen, oder?!
Mario Bava erschuf jedenfalls mit diesem Who-dun-it-Schocker von 1964 das Giallogenre, denn THE GIRL WHO KNEW TOO MUCH hatte in meinen Augen noch nicht alle Zutaten, die es für einen waschechten Krimi Italiana braucht. Viel mehr ist die Episode DAS TELEFON aus Bavas grandioser Horror-Anthologie DIE DREI GESICHTER DER FURCHT schon eher ein Giallo. Doch erst mit BLUTIGE SEIDE bekommt der Zuschauer einfach alles, was einen echten Giallo auszeichnet: einen irren, maskierten Sensenmann, dekadente Reiche, reihenweise heiße Ladies, kaputte Typen, Süchtige, Lug und Trug, eine Prise Erotik (und Impotenz!), schwarze Handschuhe und Wahnsinn. Vereinfacht ausgedrückt: Sex und Tod! Oder: Zerstörung von Schönheit.
Manche Kritiker werfen Mario Bava vor, eine misoygyne Grundhaltung in BLUTIGE SEIDE zur Schau zu stellen, doch das finde ich auf keinen Fall, denn es sind einzig die männlichen Charaktere, die schlecht davonkommen. Sie bestehen nämlich sämtlichst aus Halsab-schneidern und Vollirren – Ausnahme natürlich der ermittelnde Kommissar (= der deutsche Thomas Reiner, den man auch aus ZWEI HIMMLISCHE TÖCHTER und vielen Schwarzweiß-Krimis aus den ’60er Jahren kennen kann – in BLUTIGE SEIDE synchronisierte er sich zum Glück selbst). Die Ladies werden natürlich schon teilweise auf ihre Schönheit reduziert, doch BLUTIGE SEIDE spielt ja nun mal auch zum größten Teil in einem Modesalon. Die Morde sind dagegen tatsächlich misogyn, aber nicht die Darstellung der Ladies im Allgemeinen.
Von Bavas Werk haben sich jedenfalls eine Menge Regisseure beeinflußen lassen – zum Beispiel Brian dePalma (siehe in DRESSED TO KILL), Joe Dante, William Lustig und natürlich auch Dario Argento. Es ist also definitiv nicht immer so, daß italienische Regisseure Plagiate abliefern, denn gerade Mario Bavas Filme sind Vorbild für viele amerikanische Regisseure.
Es gibt viele verschiedene DVD-Auflagen dieses Kultgiallo (selbst eine coole russische Ausgabe!), doch die deutsche HÄNDE-WEG!-Edition vom BUIO-OMEGA-Club ist definitiv die mit Abstand beste – gerade was die Bildschärfe und die Farben betrifft. Auch die Extras sind ausgezeichnet und ziemlich reichhaltig. Möchte man sich die DVD neu und verschweißt kaufen, muß man wohl mindestens 150 Euro auf den Tisch legen! Echte Bava/Giallo-Fanatiker haben dieses edles Teil jedoch eh schon, oder etwa nicht?! Und am 13. April 2015 rollt die Blu-Ray/DVD-Kombo vom Label ARROW VIDEO an. Sie waren so nett, die Scheiben schon sehr früh abzuschicken. Und ich muß sagen, daß ich absolut begeistert bin! Das gilt sowohl für die Bildqualität, als auch für die fulminanten Extras. Unglaublich, was ARROW VIDEO da auf die Beine gestellt haben. Ein Traum für jeden echten Fan von Mario Bava und dem Giallogenre. Dazu gleich mehr…
Jedenfalls gab Mario Bava mit BLUTIGE SEIDE sämtliche Formeln des Giallogenres vor: der Sensenmann ist nicht nur komplett maskiert, sondern misogyn und psychisch krank (was seinen Mitmenschen im Alltag jedoch nicht bewußt ist). Sigmund Freud hätte jedenfalls seine helle Freude an einem Giallo wie diesen gehabt…

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Die Blu-Ray von ARROW VIDEO bietet einen wundervollen und extrem farbenfrohen Transfer, den ich nicht mehr möglich gehalten hätte. Die beste Bildqualität besaß bisher die deutsche DVD vom Filmclub BUIO OMEGA und dem Label ANOLIS, die den Transfer und die deutsche Synchro selbst bearbeiten ließen. Doch die Blu-Ray von ARROW tritt nun alle Transfer gnadenlos in die Tonne. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben sind lebhaft und der Kontrast nahezu perfekt. Das Filmkorn ist zum Glück intakt geblieben. Alle Fakten zur aufwändigen Restauration kann man im 40-seitigen (!) Booklet nachlesen. Streiten tun sich manche Leute jedoch um das von ARROW gebotene Bildformat von 1, 66 : 1. Es ist nämlich theoretisch möglich, daß das originale Format 1, 85 : 1 ist. Zumindest Bava-Experte Tim Lucas ist sich sicher, daß das Format 1, 66 : 1 korrekt ist. Vergleicht man den ARROW-Transfer mit der deutschen DVD, kann man deutlich erkennen, daß an den Seiten weniger Bildinformation zu sehen ist. So wirkt der Transfer von ARROW ein wenig so, als wäre das Bild leicht gezoomt worden.
Soundtechnisch können sowohl die italienische, als auch die englische Audiospur komplett überzeugen, denn nicht nur das Bild, sondern auch die Tonspuren wurden aufwändig restauriert und remastert. Das hört man gleich bei den ersten Takten des fabelhaften Scores von Carlo Rustichelli, dessen Mucke absolut perfekt zum Geschehen auf dem Bildschirm paßt.
ARROW VIDEO erstellten zwei verschiedene englische Untertitel. Einmal UTs, die auf der italienischen Synchro beruhen – und UTs, die die englische Synchro wiedergeben. Empfehlen kann ich vor allem den italienischen Ton mit erstgenannten UTs.
Ebenfalls grandios ist das unglaubliche Bonusmaterial, das mehrere brandneue Featurettes bietet. Das ist bei einem über fünfzig Jahre alten Film, der nicht von Alfred Hitchcock gedreht wurde, wirklich mehr als erstaunlich. In Sachen Bonusmaterial haben ARROW VIDEO seit Jahren die Nase vorne. Wie sie bei so einem Kostenaufwand noch Gewinn machen können, ist mir ein echtes Rätsel. Dazu kommt noch ein aktueller Audiokommentar von Tim Lucas, dem ich stundenlang gebannt zuhören kann. Schließlich handelt es sich bei Mario Bava um meinem ultimativen Lieblingsregisseur. Danke, ARROW VIDEO, für diesen traumhaften Release!
Die folgenden Screenshots stammen von der ARROW-DVD:

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT (BD): 9 / 10

BILDQUALITÄT (DVD): 8 / 10

TON (ENGLISCH): 7 / 10

TON (ITALIENISCH): 8, 5 / 10

BONUSMATERIAL: 10 / 10

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DAS HAUS DER LEBENDEN LEICHEN: SCREENSHOT-VERGLEICH (DVD) ZWISCHEN SUBKULTUR & EYECATCHER

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DAS HAUS DER LEBENDEN LEICHEN

[DON’T GO IN THE HOUSE, 1980]

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Der DVD-Transfer von SUBKULTUR besitzt stärkeres Filmkorn als der von EYECATCHER, der wiederum nicht nur mit starken DNR-Filtern bearbeitet wurde, sondern auch sauberer wirkt. Durch das Bearbeiten mit DNR-Filtern sieht der Transfer von EYECATCHER auch deutlich „glatter“ aus. Wenn ich mich für eine der DVDs entscheiden müsste, würde ich natürlich den Release von SUBKULTUR wählen, weil man neben der BD auch noch Bonusmaterial und ein sehr interessantes Booklet von Pelle Felsch geboten bekommt…

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