PETER CUSHING ALS ARTHUR GRIMSDYKE IN „GESCHICHTEN AUS DER GRUFT“ [TALES FROM THE CRYPT, 1972]

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PETER CUSHING

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ARTHUR GRIMSDYKE

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„GESCHICHTEN AUS DER GRUFT“

[TALES FROM THE CRYPT, 1972]

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„GRUFT DES SCHRECKENS“

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– POETISCHE GERECHTIGKEIT –

[POETIC JUSTICE]

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BRITISH SPLATTER CLASSICS # 1: FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK [MEDIABOOK-REVIEW]

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BRITISH SPLATTER CLASSICS # 1

[MEDIABOOK-REVIEW]

– ANOLIS –

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FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK

[HORROR HOSPITAL, 1973]

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AKA

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COMPUTER KILLERS

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Diese herrlich fiese Geisterbahnfahrt sah ich zum ersten Mal als Kind von zirka 10 Jahren (damals als VMP/TELERENT-Videokassette), und es sollten ein paar weitere Fassungen folgen in den nächsten Jahren. Leider war die Bildqualität nie wirklich überzeugend, aber 2010 veröffentlichte das US-Label DARK SKY FILMS eine restaurierte Fassung, die ich nicht mehr für möglich gehalten hatte. Und das deutsche Label ANOLIS schmiß dann kurze Zeit später ein Mediabook als ersten Titel der Reihe BRITISH SPLATTER CLASSICS auf den DVD-Markt. Ich kann zwischen den beiden Transfern keinen Unterschied erkennen, und das ist auch gut so, denn die Bildqualität ist absolut bombig!
Jedenfalls, in FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK gibt es natürlich keinen Doktor Frankenstein, denn der fiese Bösewicht (Michael Gough) heißt im englischen Original mit Nachnamen Storm. Und Kultdarsteller Michael Gough spielt diesen finsteren Sensenmann so unglaublich ernst, daß einem die Spucke wegbleibt. Ich möchte diesem durchgeknallten Mordgesellen auf jeden Fall nicht des nachts auf der Straße begegnen! Mit von der blutigen Partie an Doktor Storms Seite ist der bekannte Zwerg Skip Martin, den man unter anderem auch aus der Edgar-Allen-Poe-Adaption SATANAS, DAS SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE aka DIE MASKE DES ROTEN TODES kennen dürfte. In FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK liefert er seine beste Leistung ab, die ich von ihm kenne.
Noch mit dabei ist als Bandmanager der sehr sympathische Brite Robin Askwith aus IM RAMPENLICHT DES BÖSEN und TURM DER LEBENDEN LEICHEN, der ja vielleicht auch noch eines Tages in Germany auf Blu-Ray erscheinen könnte. Wobei FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK um Welten spannender, unheimlicher und abgedrehter ist.
Ebenfalls erwähnenswert ist der Auftritt von Saufnase Dennis Price, bei dem ihm schließlich der Kopf abhanden kommt. Das ist nicht zu viel verraten, denn es passiert noch in der ersten halben Stunde. In seinen späteren Szenen in FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK wirkt er wie schon in Filmen wie DRACULAS HEXENJAGD sichtlich angeheitert, was ihn nur noch sympathischer macht, als er es eh schon ist.
Die Story von FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK ist eigentlich unwichtig (und Leute, die auf Logik bestehen, sollten um diesen Horror-Knaller einen großen Bogen machen), geht jedoch kurz und knapp ungefähr so: Der liebe Doktor Storm leitet eine Klinik im Grünen und sucht ständig nach neuem Menschenmaterial für seine irren Experimente. Gleich die erste Szene des Films ist absolut grandios – Doktor Storm und sein Zwergengehilfe Frederick hocken auf dem Rücksitz eines Rolls-Royce und warten auf zwei aus der Klinik entflohene Versuchskaninchen. Der Rolls-Royce fährt nicht nur los, sondern auch ein am Auto befestigtes Schlachtermesser aus, das den Flüchtenden schließlich die Hälse rasiert…

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Tja, und genau auf den Weg in die horrible Klinik ist Jason (Robin Askwith), der einen ausgebrannten Bandmanager mimt. Noch im Zug trifft er auf die entzückende Judy (Vanessa Shaw), die ihre Tante Harris (Ellen Pollock) in der Klinik besuchen möchte, die natürlich auch für Doktor Storm arbeitet. Offiziell ist die Klinik ein Erholungszentrum, aber die „Patienten“ sehen aus wie wandelnde Leichen, die allesamt Narben auf der Stirn haben. Was, zum Teufel noch mal, geht da vor???
Wow, die Darsteller hauen teilweise so auf den Putz, daß man glaubt, es mit einer absurden Theateraufführung zu tun zu haben. Das Overacting von Udo Kier in ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN ist wirklich nix dagegen, was sich in Frankensteins Horror-Klinik abspielt. Zum Beispiel die minutenlangen, richtig schräg wirkenden Schlägereien zwischen den Helden und den Schergen des Doktor Storm. Da gibt es aufs Maul und die Helme, daß einem Hören und Sehen vergeht. Das Ganze muß einfach eine rabenschwarze, extrem bizarre Komödie sein. Doch das Seltsame ist, daß die Atmosphäre trotz des Trashfaktors auf eine gewisse Art und Weise richtig fies ist. Man wünscht sich nämlich schon, daß man niemals in diesem Irrenhaus landet! Es gibt nicht viele Gruselschocker, die so eine grandiose Horrorshow abliefern wie hier: rollende Köpfe, fiese Zwerge, lebende Leichen, Gehirnwäsche, blutige Operationen, Wahnsinn, Rückblenden (Doktor Storm begann seine Karriere in Hamburg!), Mord und Totschlag…

SPOILER-ALARM

Und wenn man Doktor Storm zum ersten Mal ohne seine menschliche Hülle sieht, ist endgültig Karneval – so etwas habe ich jedenfalls noch nicht gesehen. Das tritt selbst das fiese Monster in DIE STUNDE DER GRAUSAMEN LEICHEN noch locker in die Tonne!

SPOILER ENDE

Mit FRANKENSTEINS HORROR-KLINIK kann man defintiv seine Oma erschrecken… Aber mittendrin ist eine Szene, die mich vor Lachen immer wieder unter den Tisch rollen läßt. Frederick (also der Zwerg) kippt den beiden Schergen von Doktor Storm ein Schlafmittel in die Waldmeister-brause, das sie auch schnell aus den Latschen haut. Um an das Schloss der Tür zu kommen, stapelt er die beiden Typen dann übereinander, anstatt sich einfach einen Stuhl zu holen. Und mehrere Male stolpert er dabei über die beiden Typen. Ich könnte schwören, daß das so nicht im Drehbuch stand, denn es sieht wirklich so aus, als wenn er nicht nur so tut, sondern unfreiwillig stolpert. Allein diese Szene ist unbezahlbar!

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Die Bildqualität ist, wie bereits erwähnt, einfach fabelhaft. Die Farben leuchten vermutlich wie niemals zuvor (besonders die Farbe Rot), die Bildschärfe ist hoch, das Filmkorn intakt und der Kontrast solide. Die deutsche Audiospur klingt ein bißchen dumpf, ist aber noch voll im grünen Bereich. Besser klingt natürlich der englische Originalton. Hier sind die Geräusche und die Dialoge perfekt ausbalanciert.
Die interessantesten Extras sind der fulminante Audiokommentar mit dem Produzenten Richard Gordon und Tom Weaver und das tolle Bühneninterview mit Robin Askwith. Ich finde den Knaben wirklich sehr sympathisch und humorvoll. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

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FILMQUALITÄT: 10 / 10

BILDQUALITÄT: 9 / 10

TON (DEUTSCH): 6 / 10

TON (ENGLISCH): 8 / 10

EXTRAS: 8 / 10

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