DIE 7 HAMMER-DRACULA-FILME MIT CHRISTOPHER LEE (TEIL 7): THE SATANIC RITES OF DRACULA [1973]

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THE SATANIC RITES OF DRACULA

[COUNT DRACULA AND HIS VAMPIRE BRIDE, 1973]

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DUFTE BIENEN UND SCHARFE PUPPEN (TEIL 7): CAROLINE MUNRO IN „DRACULA JAGT MINI-MÄDCHEN“

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DIE 7 HAMMER-DRACULA-FILME MIT CHRISTOPHER LEE (TEIL 6): DRACULA A.D. 1972 [DRACULA JAGT MINI-MÄDCHEN, 1972]

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FILMART GIALLO EDITION # 1, # 2, # 3 & # 4 [DVD-REVIEWS]

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FILMART GIALLO EDITION

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# 1 – DAS AUGE DES BÖSEN

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# 2 – DER SCHWANZ DES SKORPIONS

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# 3 – DAS GRAUEN KOMMT NACHTS

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# 4 – DER KILLER VON WIEN

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DAS AUGE DES BÖSEN:

Also wenn mir jemand vor vielleicht zehn Jahren erzählt hätte, daß man eines Tages meine Lieblingsgialli hier in Deutschland auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht, hätte ich diesen Jemand umgehend in die nächste Anstalt verwiesen! Es ist wirklich kaum zu glauben, daß es Label wie eben FILMART gibt, die diese Perlen in guter Qualität und sogar mit interessanten Extras auf den DVD-Markt schmeißen. Bis vor ein paar Jahren hatte ich noch gedacht, daß meine Giallo-DVD-Sammlung auch in ferner Zukunft nur aus Scheiben aus den USA, Italien und vielleicht noch aus England bestehen dürfte. So kann man sich zum Glück doch täuschen! Auch Label wie X-RATED, KOCH MEDIA und EDITION TONFILM sorgen da immer wieder für „neuen“ Giallo-Stoff. So gefallen mir auch die Giallo-Serien von FILMART und X-RATED mit großen Abstand am besten – obwohl ich alle vier bisherigen Releases von FILMART schon auf ausländischen Scheiben besitze. Doch die Filme zur Abwechslung auch mal auf Deutsch zu sehen, ist schon eine Freude. Dazu kommen schließlich noch Bonusmaterial wie Booklets, Audiokommentare und Featurettes. Neben den Filmen von Paul Naschy ist das Giallo-Genre meine größte Leidenschaft in Sachen Film, und deshalb möchte ich die vier ersten Knaller vom Label FILMART denjenigen präsentieren, die die Scheiben noch nicht im Schrank stehen haben…

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Den Auftakt der Filmart-Giallo-Edition machte vor ein paar Monaten der extrem sleazige DAS AUGE DES BÖSEN, den man auch unter dem Titel FRENCH SEX MURDERS kennen könnte. Ich zitiere hier einfach mal aus meinem Review in der OFDB: „…gleich neben Andrea Bianchis NUDE PER L’ASSASSINO von 1975 ist DAS AUGE DES BÖSEN der sleazigste Giallo, den ich jemals gesehen habe. Zu Beginn des Films sehen wir die miserabelste Tricksequenz aller Zeiten – vom Eiffelturm fällt eine Art dickes Strichmännchen. Warum, zum Teufel, hat man da nicht einfach ’ne Schaufensterpuppe runtersegeln lassen?! Also das ist schon eine unglaublich bekloppte Szene, die man selbst gesehen haben muß, denn sonst kann man es kaum glauben… Dann geht Peter Martell ins Bordell – und beschimpft eine Nutte mit dem Ausdruck ‚Nutte‘! Hm, ich denke mal, daß es durchaus vorkommen kann, daß eine Nutte im Bordell arbeitet. Die besagte Nutte ist Barbara Bouchet, die zu den schönsten Ladies zählt, die meine Augen je erblickten. Peter Martell haut ihr jedenfalls eine um die Ohren, während man ihn (also den Mann!) nackt sieht und nicht die schöne Barbara. Eine absolute Frechheit! Naja, kurz nachdem er wütend von Dannen gezogen ist, entdecken die Puff-Fritzen Barbaras Leiche, und alle glauben jetzt natürlich, daß der liebe Peterle der Bösewicht ist. Da ist guter Rat teuer! Er flüchtet schließlich auf einem flotten Moped und rast mit seinem Hals gegen die Hebebühne eines LKWs – was ihn dem Kopf kostet! Und so einen Pappkopp habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Höchstens in IN THE FOLDS OF THE FLESH, den ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Ist vor einigen Monden bei KOCH MEDIA erschienen. Jedenfalls, die Wut, die Peter Martell in seinen Szenen ausstrahlt, wirkt irgendwie ziemlich echt. Ich denke mal, daß er wütend auf die ernüchternde Erkenntnis war, schon wieder in so einem bekloppten Schundfilm geraten zu sein. Dann sieht man Howard Vernon ein Auge sezieren… Egal, es geschehen fiese, miserabel gefilmte Morde, und der Kommissar wurde von Robert Sacchi gespielt, der eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Humphrey Bogart besaß. Wie konnte der noch durch die Straßen gehen?! Die Leute müssen ja geglaubt haben, sie hätten einen Geist gesehen! Die Menge an bekannten Nasen in DAS AUGE DES BÖSEN ist ebenfalls kaum zu glauben: Gordron Mitchell als besoffener Lokalgast, Rosalba Neri mit der schönen Nase, die dicke Anita Ekberg, Produzent Dick Randall und der deutsche Playboy Rolf Eden. Schauspielern kann er selbstverständlich nicht, der gute Rolf, aber das interessiert in so einem Film eh keinen mehr… Was für ein Sleazer! Die Sexszenen sind so erotisch wie ein Zahnarztbesuch ohne Narkose. Auf dem alten Plakat steht: 5 Weltstars in einem Film! Schade nur, daß ich keinen einzigen entdecken konnte…“

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Neben dem dicken Strichmännchen kann man noch so manchen Effekt erwähnen, der hier in die Hosen gegangen ist. Zum Beispiel die Szene, in der Peter Martell der Kopf abhanden kommt. Bei den Nahuafnahmen von seinem Gesicht ist der Hintergrund komplett schwarz, obwohl die Sequenz ja im hellen Tageslicht spielt.
Die DVD von FILMART bietet nicht nur die längste Fassung von DAS AUGE DES BÖSEN, sondern auch die beste Bildqualität. Ich habe sie unter anderem mit der DVD von MONDO MACABRO verglichen, die den Titel FRENCH SEX MURDERS besitzt. Die Bildqualität ist natürlich nicht perfekt, aber um Welten besser als alles, was ich bisher von diesem Knaller gesehen habe. Besonders die Farben und die Schärfe haben einen Satz nach vorne gemacht. Ich bin jedoch kein Bildqualitätsexperte, sondern einfach nur ein Sammler und Fan vom Giallo-Genre.
Der deutsche Ton klingt nicht allzu berauschend, ist aber durch die berühmte Bank absolut ok und klar verständlich. Im Mittelpunkt stehen die Dialoge, was typisch ist für deutsche Synchros. Die englische Audiospur klingt besitzt da mehr Balance zwischen Dialogen und Geräuschen.
Die interessantesten Extras sind das Booklet von Heiko Hartmann und die alternativen Szenen.
Zitate zum Film:
Geheimnisvolle Morde an Pariser Prostituierten und ihren Kunden werden nach viel Blutvergießen aufgeklärt. Eine langweilige Geschichte, ohne Geschick inszeniert und gespielt, durch Sexeinlagen und Schockeffekte aufgebessert.
– Katholische Filmkritik –
Routiniert verfilmter Billigthriller. Auf Edgar Allan Poe sollte sich der Film besser nicht berufen, denn dieser Schuh ist ihm eindeutig zu groß.
– Phantopia-Kurzkritik –

Filmqualität: 8 / 10

Bildqualität: 7 / 10

Ton (deutsch): 7 / 10

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DER SCHWANZ DES SKORPIONS:

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Filminhaltsangabe von Neues Filmprogramm:

– Achtung, Spoiler! –

Kurt Baumer, ein in Athen lebender Deutscher, ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Erbin einer Lebensversicherung ist seine Frau Lisa, von der er in den letzten Jahre getrennt lebte. Lisa erhält in Athen die enorme Summe von einer Million Dollar, aber schon wenige Tage nachdem sie den Betrag übernahm, wird sie in ihrem Hotelappartment tot aufgefunden – mit durchschnittener Kehle. Das Geld ist gestohlen.
Der Verdacht fällt auf einen gutaussehenden jungen Mann, mit dem sie in den letzten Tagen in Athen gesehen wurde: Peter Lynch. Nachforschungen der Polizei ergeben aber, daß er Angestellter der Versicherungsgesellschaft ist und den Auftrag hat, sich mit der Aufklärung des Flugzeugunglücks zu befassen. Nacheinander ereignen sich noch zwei Kriminalfälle: Die elegante Griechin Florakis, die Kurt Baumers Geliebte war, wird ermordet und einer ihrer Freunde, von einem Mann in einem Taucheranzug, so viel weiß man nur, über den Balkon gestoßen.
Die griechische Polizei hat eine hermetische Überwachung der Flugzeuge, Schiffe und Züge angeordnet, denn es ist anzunehmen, daß der Mörder seinen Millionenraub außer Landes bringen möchte.
Dennoch behält Inspektor Stavros den Versicherungsagenten ständig im Auge, der sich auf eigene Faust mit Nachforschungen befaßt. Peter Lynch hat sich mit einer jungen Journalistin, die für ein englisches Blatt arbeitet, befreundet. Dieses Mädchen wird in den nächsten Tagen mit Stichwunden von Lynch aufgefunden; er bringt sie ins Spital. Im Hotelzimmer findet man einen filigranen, goldenen Skorpion. Kurt Baumer hat, wie man durch sein Foto weiß, solche Manschettenknöpfe getragen. Lebt er noch? Ist an seiner Stelle ein anderer im Flugzeug gewesen? Der Juwelier, der Auskunft geben könnte, ist tot. Aber die Kriminalpolizei glaubt sich auf einer neuen Spur.
Inzwischen hat die junge Journalistin entdckt, daß Peter Lynch das gestohlene Geld besitzt. Sie stellt ihn zur Rede, es kommt zu einer dramatischen Aussprache auf der Yacht, die Lynch sich für die Flucht beschafft hat. Das Mädchen liebt ihn und versucht ihn zu überreden, sich der Polizei zu stellen, aber er, der ehemalige Versicherungsbeamte, der 15 Jahre von einer Millionensumme geträumt hat, stimmt nur scheinbar zu. Er will die letzte Zeugin beseitigen, da durchkreuzt die Polizei endgültig seinen Plan…

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In der OFDB schrieb ich damals: „Wie in Hitchcocks PSYCHO können wie einer heißen Lady (Ida Galli a.k.a. Evelyn Stewart) dabei zusehen, wie sie scheinbar ein Verbrechen plant – Lebensversicherung durch Mord abkassieren. Doch schon nach dreißig Minuten fällt sie selbst einem Mord zum Opfer. Aber keine Sorge, das ist nicht zu viel verraten, denn danach beginnt der Film erst so richtig. Es tauchen etliche Polizisten, rote Heringe, ein Narbenmann und weitere finstere Gestalten auf, die sich allesamt die eine Million Dollar der Lebensversicherung krallen wollen. Man darf als Zuschauer hübsch miträtseln, wer denn nun der Bösewicht ist. Das Ganze ist aber von Sergio Martino und Ernesto Gastaldi (Drehbuch) so perfekt eingefädelt, daß man am Ende wirklich sein blaues Wunder erlebt. Beinahe so blau wie in Martinos Kult-Giallo DER KILLER VON WIEN.
Die Hauptrollen spielen der aus Urugay stammende George Hilton und die wunderschöne Anita Strindberg. Des weiteren bekommt man den Spanier Alberto de Mendoza (DER KILLER VON WIEN, HORROR EXPRESS) und den Chrakterdarsteller Luigi Pistilli zu Gesicht, der in den ’90ern Selbstmord verübte.
Alles in allem ein fabelhafter Giallo! Breiwand-Ästhetik, coole Klamotten, stylische Schwarze-Handschuh-Morde, heiße Ladies, Verdächtige in rauhen Mengen, blitzende Klingen, knallbunte Farben usw. Und die Mucke von Bruno Nicolai ist mal wieder ein catchy Ohrwurm vor dem Soundtrack-Herrn! Da sollte man sich die CD, die bei DIGITMOVIES erschien, wirklich nicht durch die Lappen gehen lassen…
Wie schon bei DAS AUGE DES BÖSEN habe ich auch die DVD von FILMART mit allen möglichen anderen Fassungen verglichen – und wieder haben FILMART die Nase vorne. Bis dahin war die französische DVD-Edition die ansehnlichste, doch FILMART sorgten dafür, daß das immer wieder aufflackernde Rauschen der Franzmann-Fassung nicht mehr zu sehen ist. Geile Sache!
Der Ton der deutschen Kinosynchro ist ebenfalls gelungen und bietet deutlich bekanntere und bessere Sprecher als die Videosynchro.
Die interessantesten Extras sind das Booklet von Heiko Hartmann und das sehr informative Featurette mit dem sympathischen Regisseur Sergio Martino, der ein bißchen aus dem Film-Nähkästchen plaudert…

Filmqualität: 9 /10

Bildqualität: 8 / 10

Ton (deutsche Kinosynchro): 7 / 10

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DAS GRAUEN KOMMT NACHTS:

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Shit, was soll man zu diesem ultimativen Sleaze-Knaller von Renato Polselli noch schreiben, was nicht eh schon in den unendlichen Weiten des WWW steht?! Wenn man dieses Werk noch nicht kennt, sollte man auf keinen Fall einen richtigen Giallo der Marke DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE oder DER SCHWARZE LEIB DER TARANTEL erwarten, denn dann könnte man beim Ansehen dieses irrwitzigen Films leicht geschockt sein.
Auf den beiden DVDs befinden sich insgesamt vier verschiedene Fassungen – und wenn ich mich für eine entscheiden müßte, würde ich auf jeden Fall die italienische Originalfassung bevorzugen. DAS GRAUEN KOMMT NACHTS beginnt mit der grandiosen Mucke von Gianfranco Reverberi, die eine junge Lady an der Jukebox startet. Easy Listening mit coolem Orgelspiel. Echt schade, daß der Soundtrack noch nicht auf CD erschienen ist! Herbert Lyutak (Mickey Hargitay aus dem ebenfalls unglaublichen SCARLETTO, SCHLOSS DES BLUTES) schleppt die dufte Biene dann in seinem Auto ab und fängt an zu fummeln. Man bemerkt als Zuschauer sofort, daß der liebe Herbert anscheinend nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Die Lady flüchtet schließlich aus dem Wagen und läuft in Richtung eines herrlichen Wasserfalls.  Herbert, ein Psychiater (hm, vielleicht wäre es für ihn hilfreicher gewesen, selbst mal einen Psychiater aufzusuchen!)  holt sie jedoch schnell ein und murkst die Dame gnadenlos ab. Und das ist die beste Szene des gesamten Films, die von Polselli fabelhaft fotografiert wurde.
Naja, als weitere Morde geschehen, stellt man als Zuschauer erstaunt fest, daß der impotente Herbert sie einfach nicht begangen haben kann. Und da stellt sich die interesante Frage, ob der erste Mord vielleicht nur eine Halluzination von Herbert war??? Oder hat der gute Mann vielleicht sogar einen Zwillingsbruder??? Oder gibt es neben ihm noch einen Irren, der nachts den Park unsicher macht??? Und was ist eigentlich mit seiner durchgeknallten Frau Marzia (die wundervolle Rita Calderoni), der wie Herbert auch ein paar Tassen im Schrank fehlen??? Die Auflösung am Schluß ist dann nicht nur ziemlich überraschend, sondern das reinste Delirium! Leute rollen über Teppiche, Leute laufen schreiend durch die Wohnung, Leute sind in einer Tour am Telefonieren: „Bitte??? Bitte??? Hallo!!!“ Es ist einfach der nackte Wahnsinn, den man selbst gesehen haben muß, denn sonst kann man es kaum glauben!
Die deutsche Synchro ist dann natürlich die Krönung und bietet Kult-Schoten wie „Ich habe einen instinktiven Verdacht metaphysischen Charakters!“ Und Bodybuilder Mickey Hargitay wurde von Christian Marschall synchronisiert, der definitiv zu meinen liebsten Sprechern aller Zeiten zählt. Er lieh unter anderem Michael Gough in dem britischen Kultschocker FRANKENSTEINS HORRORKLINIK und David Carradine in GALERIE DES GRAUENS seine markante Stimme. Dürfte also jedem echten Nostalgiker ein Begriff sein…

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„Unglaublich dilettantisch gespielter und inszenierter Krimi, der zwischen seinen blutigen Mordszenen nicht einmal ein Minimum an Spannung erzeugt.“
– Katholischer Filmdienst –
Dem Zitat ist wirklich nichts mehr hinzufügen. Oder vielleicht doch: Spaß verstanden die Leute beim Katholischen Filmdienst wohl eher nicht…
Sehr, sehr unterhaltsam ist der Audiokommentar von Christian Keßler und Pelle Felsch, die viel über Regisseur Renato Polselli und Darsteller wie Mickey Hargitay zu erzählen haben. Das Ganze ist so unterhaltsam und witzig, daß ich diesen Audiokommentar bestimmt kein letztes Mal vernommen habe. Mehr davon! Absolut gelungen ist auch das 12-seitige Booklet von Heiko Hartmann, das locker geschrieben ist und viele Infos bietet…

Filmqualität: 9 / 10 (Trash-Punkte)

Bildqualität: 7 / 10

Ton (deutsch): 6 /10

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DER KILLER VON WIEN

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Der bisher beste Giallo aus FILMARTs Reihe ist auf jeden Fall DER KILLER VON WIEN von Sergio Martino, der 1970 gedreht wurde und selbst mit Dario Argentos Tier-Trilogie mithalten kann. Ich glaube, ich habe dieses Meisterwerk inzwischen so an die fuffzig Mal gesehen. Und trotzdem ist von Langeweile dank den Darstellern wie Edwige Fenech, George Hilton und Ivan Rassimov und der Regie von Sergio Martino weit und breit nichts zu spüren. Sich selbst übertroffen hatte sich damals auch Dreh-buchautor Ernesto Gastaldi, der den Film mit irrwitzigen Plot-Twists ausstattete, die den Zuschauer bei der ersten Sichtung wirklich extrem überraschen können. Genialer gehts kaum noch!
Die Story: In Wien geht der Sensenmann um, der es anscheinend ausschließlich auf heiße Ladies abgesehen hat und sie mit einem Rasiermesser ins Jenseits befördert. Die bezaubernde Julie Wardh (Edwige Fenech) und ihr Mann Neil (Alberto de Mendoza) weilen inzwischen auch in Wien. Ein Unbekannter bedroht die holde Maid. Und da könnten viele böse Buben die gemeinen Übeltäter sein. Vor allem ihr sadistischer Ex-Freund Jean (hübsch fies: Ivan Rassimov mit dem stechenden Blick) käme da in Frage, denn einst gaben sich die beiden dem S/M-Liebesspiel hin, das von Sergio Martino wundervoll ästhetisch in Szene gesetzt wurde. Julie kann jedenfalls gut auf Jean verzichten, denn sie wirft lieber ein Auge auf den zweiten Gilette-Mann des Films: George (George Hilton). Als weitere Morde geschehen, verduften Julie und George erst mal nach Spanien. Aber kann sie überhaupt noch jemanden vertrauen???
Ja, was sich Ernesto Gastaldi da für eine Krimi-Story und Mörderhatz ausdachte, ist schon sensationell – die Wendungen am Schluß machen es so gut wie unmöglich auf den/die richtigen Täter zu tippen. Und am Ende kommt eh alles anders als man denkt! Jedenfalls bietet DER KILLER VON WIEN absolut alles, was man als Giallo-Fanatiker sehen möchte: Schwarze Handschuhe, aufblitzende Rasiermesser als Phallussymbol, bunte Klamotten, heiße Ladies, stylische Morde und einen hypnotischen Soundtrack von Nora Orlandi, dessen CD-Edition ich mehr als empfehlen kann. Ist bei QUARTET RECORDS erschienen…
Und weil ich sonst nichts zu tun habe, habe ich mal die italienische DVD von AEGIDA mit der von FILMART verglichen:

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Die interessantesten Extras sind das Booklet von Pelle Felsch, das Featurette DARK FEARS BEHIND THE DOOR und das Interview mit dem stets sympathischen Sergio Martino, das 2013 gedreht wurde.

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Tja, und jetzt bin ich gespannt auf Teil 5: LIEBE UND TOD IM GARTEN DER GÖTTER von Sauro Scavolini, den ich noch nicht kenne. Review folgt demnächst!

Filmqualität: 10 / 10

Bildqualität: 7, 5 / 10

Ton (deutsch): 7 / 10

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DIE 7 HAMMER-DRACULA-FILME MIT CHRSTOPHER LEE (TEIL 5): SCARS OF DRACULA [DRACULA – NÄCHTE DES ENTSETZENS, 1970]

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